Aufstiegs-BAföG - Aufstiegsfortbildungsförderung

  • Über 700 verschiedene Fortbildungslehrgänge
  • Einkommens- und vermögensunabhängige Förderung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren
  • Bei Vollzeitfortbildungen einkommens- und vermögensabhängig Förderung des Unterhaltsbedarfs

Das neue Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Aufstiegs-BAföG) ist das altersunabhängige Förderangebot für alle, die ihre Chancen mit einer Aufstiegsfortbildung nutzen wollen. Mit dem AFBG wird gefördert, wer sich mit einem Lehrgang oder an einer Fachschule auf eine anspruchsvolle berufliche Fortbildungsprüfung vorbereitet.


Voraussetzungen der Förderung

Aufstiegsfortbildungsmaßnahmen in allen Wirtschaftsbereichen sind in der Regel förderungsfähig, wenn sie

  • gezielt auf eine öffentlich-rechtlich geregelte Prüfung vorbereiten,
  • mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen, wobei bei mehreren Maßnahmeabschnitten die Gesamtdauer maßgebend ist, und
  • in Vollzeitform insgesamt nicht länger als drei Jahre und in Teilzeitform nicht länger als vier Jahre dauern.

Zusätzlich muss der Teilnehmer oder die Teilnehmerin über die für die Prüfungszulassung erforderliche Vorqualifikation verfügen. Fernunterrichtslehrgänge können ebenfalls gefördert werden, wenn sie neben diesen den Anforderungen des Fernunterrichtsschutzgesetzes entsprechen.

Förderungsart, -höhe und -dauer

Teilnehmer an Aufstiegsfortbildungen können eine Förderung in Höhe der tatsächlich anfallenden Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (Maßnahmebeitrag) bis zu 15.000 Euro und eine Förderung für das Meisterprüfungsprojekt/die fachpraktische Arbeit bis zur Hälfte der entstandenen Materialkosten (höchstens 2.000 Euro) beantragen. Der Maßnahmebeitrag und das Meisterprüfungsprojekt werden als Zuschuss und Darlehen gewährt. Der Zuschussanteil beträgt 40 %. Über den jeweiligen Differenzbetrag besteht ein Anspruch auf Abschluss eines Darlehensvertrages mit der KfW Bankengruppe.

Bei Maßnahmen in Vollzeitform wird zusätzlich ein monatlicher Beitrag zur Deckung des Unterhaltsbedarfs gewährt. Der Unterhaltsbeitrag beläuft sich auf monatlich

  • max. 768 Euro für Alleinstehende
  • max. 1.003 Euro für Alleinstehende mit einem Kind
  • max. 1.003 Euro für Verheiratete
  • max. 1.238 Euro für Verheiratete mit einem Kind
  • max. 1.473 Euro für Verheiratete mit zwei Kindern

Die Höhe des monatlichen Unterhaltsbeitrages ist abhängig von

  • dem Einkommen / Vermögen des Teilnehmers während der Maßnahme bzw. zum Zeitpunkt der Antragstellung
  • dem Einkommen des Ehegatten / eingetragenen Lebenspartners
  • der Art der Krankenversicherung (familienversichert, pflichtversichert, freiwillig versichert)

Der Unterhaltsbeitrag enthält bei Alleinstehenden einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von monatlich maximal 333 Euro, bei Verheirateten von monatlich maximal 450 Euro, zusätzlich für jedes Kind monatlich 129 Euro. Für den Differenzbetrag besteht ein Anspruch auf Abschluss eines Darlehensvertrages mit der KfW Bankengruppe. Alleinerziehende können zusätzlich einen monatlichen Zuschuss für die Betreuung eines Kindes bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres in Höhe von 130 Euro pro Kind beantragen.

Für Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die sich unverzüglich zur Prüfung angemeldet haben, werden diese Leistungen auf Antrag in Form eines zinsgünstigen Darlehens bis zum Ablauf des Monats gewährt, in dem der letzte Prüfungstag liegt, jedoch höchstens für drei weitere Monate (Prüfungsvorbereitungsphase/Formblatt G).

Darlehensbedingungen

Das Darlehen ist während der Fortbildung und einer anschließenden zweijährigen Karenzzeit - höchstens jedoch sechs Jahre - zins- und tilgungsfrei. Mit Beginn der Rückzahlung ist das Darlehen mit einem Zinssatz, der in der Regel unter dem marktüblichen Zinssatz liegt, zu verzinsen. Der Darlehensnehmer hat das Darlehen innerhalb von zehn Jahren mit monatlichen Raten von mindestens 128 Euro zu tilgen. Das Darlehen kann auch innerhalb der Karenzzeit in einem Betrag vollständig zurückbezahlt werden, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung erhoben wird.

Bei Bestehen der Fortbildungsprüfung werden auf Antrag 40 % des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fällig gewordenen Darlehens für die Prüfungs- und Lehrgangsgebühren erlassen. 

Gründen oder übernehmen Geförderte nach bestandener Abschlussprüfung innerhalb von drei Jahren nach Beendigung der Maßnahme im Inland ein Unternehmen oder eine freiberufliche Existenz oder erweitern einen bestehenden Gewerbebetrieb und tragen sie dafür überwiegend die unternehmerische Verantwortung, werden unter bestimmten Voraussetzungen auf Antrag bis zu 66 % Erlass des auf die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren entfallenden Restdarlehens gewährt.

Der Antrag auf diesen Erlass ist bei der KfW-Bankengruppe in Bonn zu stellen, die unter der Tel. Nr. 0228-831-0 auch Ansprechpartner für Nachfragen zum Darlehen ist.

Antragstellung

Da die Bearbeitungszeit im Einzelfall länger dauern kann, empfehlen wir, den Antrag mindestens 2 Monate vor Beginn der Maßnahme zu stellen. Unterhaltsbeiträge und Kinderbetreuungskosten werden ab Beginn des Monats geleistet, in dem der Lehrgang tatsächlich beginnt, frühestens jedoch vom Beginn des Antragsmonats an. Eine rückwirkende Bewilligung von Unterhaltsbeiträgen ist nicht möglich. Der Maßnahmebeitrag muss spätestens bis zum letzten Unterrichtstag der Maßnahme oder eines jeden Maßnahmeabschnitts bei der zuständigen Stelle beantragt werden, Prüfungsgebühren können gegen Vorlage der Rechnung nachgefördert werden. Die entstandenen Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt / die fachpraktische Arbeit können unter Vorlage des Formblattes M beantragt werden.

Zuständige Stelle in Schleswig-Holstein (für Teilnehmer/innen mit ständigem Wohnsitz in Schleswig-Holstein) ist die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) Gartenstr. 9, 24103 Kiel.

Online-Antragsverfahren

Neben einer Antragstellung in reiner Papierform haben Sie auch die Möglichkeit, Ihren Antrag auf Aufstiegsfortbildungsförderung bei der IB.SH elektronisch (online) zu stellen.  

Über den folgenden Link werden Sie zum Online-Antragsportal weitergeleitet:
Zum Online-Antragsportal

Hinweis: Das Online-Antragsportal wird für die IB.SH von der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), Anstalt des öffentlichen Rechts, betrieben. Bitte beachten Sie die Ihnen im Portal gegebenen Erläuterungen zur Online-Antragstellung.

Datenschutz

Informationen zu Ihren datenschutzrechtlichen Informationsrechten nach Art. 13 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) finden Sie unter: www.aufstiegs-bafoeg.de. Den für die Investitionsbank Schleswig-Holstein zuständigen Datenschutzbeauftragten erreichen Sie per E-Mail unter: datenschutzbeauftragter[at]ib-sh.de

Kontakt zum Aufstiegs-BAföG

Termine nur nach Vereinbarung - telefonische Erreichbarkeit: Montags bis donnerstags 8 bis 12 Uhr, dienstags zusätzlich 14 bis 17 Uhr

0431-9905 4444

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