COVID-19: Informationen zur Unterstützung für Unternehmen

HINWEIS: Die Antragsfrist für die Corona-Soforthilfen des Bundes und des Landes ist am 31.05.2020 abgelaufen. Es können keine neuen Anträge gestellt werden. Für den Mittelstandssicherungsfonds können weiterhin Anträge gestellt werden.
 

Wir unterstützen Unternehmen in Schleswig-Holstein, die wirtschaftlich vom Coronavirus betroffen sind. Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen bewährte Liquiditätshilfen über bewährte und an die aktuelle Situation angepasste Darlehensprogramme, Risikoentlastungen durch Haftungsfreistellungen, Bürgschaften und Beteiligungskapital der schleswig-holsteinischen Förderinstitute und der KfW zur Verfügung. Außerdem wurden und werden weitere Unterstützungen auf Bundes- und Landesebene wie Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld oder Steuererleichterungen auf den Weg gebracht.


Überblick über die wesentlichen Corona-Förderprogramme

Zuschüsse

  • Corona-Soforthile des Bundes und der Länder (Antragsfrist ausgelaufen am 31.05.2020)
  • Überbrückungshilfe
  • Weitere Zuschüsse z. B. für Ausbildungsplätze, medizinische Schutzausrüstung, Forschung sowie branchenspezifische Zuschüsse (Reisebusse, Kultur usw.)

Corona-Hilfen der bundesweiten Förderinstitute

  • KfW-Sonderprogramm 2020 (Darlehen)
  • KfW-Schnellkredit 2020 (Darlehen)
  • Wirtschaftsstabilisierungsfonds (Eigenkapital und Garantien)
  • Corona-Hilfen der Landwirtschaftlichen Rentenbank (Darlehen)

Corona-Hilfen der Förderinstitute in Schleswig-Holstein

  • IB.SH Mittelstands-sicherungsfonds (Darlehen)

  • IB.SH Härtefallfonds Mittelstand (Darlehen)

  • MBG Härtefallfonds Mittelstand (Eigenkapital)

  • Sonderbeteiligungsprogramm Schleswig-Holstein (Eigenkapital)

  • BB-SH Corona-Unterstützung (Ausfallbürgschaften)

  • bestehende Instrumente der IB.SH, MBG und BB-SH

Förderprogramme gemäß Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020

*** Die Antragsfirst für dieses Programm endete am 31. Mai 2020. ***

Die Bundesregierung hat am 23.03.2020 finanzielle Soforthilfen (Zuschüsse) für kleine Unternehmen in allen Wirtschaftsbereichen sowie für Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 10 Beschäftigten auf den Weg gebracht. Das Programmvolumen umfasst bis zu 50 Milliarden Euro.

Antragsstellende:

  • kleine Unternehmen mit < 5 Beschäftigten
  • kleine Unternehmen mit > 5 und < 10 Beschäftigten

Beträge:

  • bis 9.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
  • bis 15.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten 

Detaillierte Informationen zum Corona-Soforthilfe-Programm finden Sie hier

 

*** Die Antragsfirst für dieses Programm endete am 31. Mai 2020. ***

Das Landesprogramm Corona-Soforthilfe soll Unternehmen mit mehr als 10 und bis zu 50 Beschäftigten schnell und unbürokratisch finanziell unterstützen, die durch die Corona-Pandemie in eine akute existenzbedrohende wirtschaftliche Lage und einen Liquiditätsengpass geraten sind.

Detaillierte Informationen zum Landesprogramm Corona-Soforthilfe

Wir bitten Sie davon abzusehen, telefonisch nachzufragen, ob Ihr Antrag bei uns eingegangen ist. Ihr Antrag ist bei uns eingegangen, sofern Sie im letzten Schritt des Antragsverfahrens die Meldung „Ihr Antrag ist bei der IB.SH eingegangen und wird so schnell wie möglich bearbeitet“ erhalten.

  • Förderart: Zuschuss
  • Förderziel: Fixkostenzuschuss für bis zu fünf Monate (Antragsfrist endete am 31. Mai 2020)
  • Antragsstellende: Kleine Unternehmen mit > 10 und < 50 Beschäftigten
  • Betrag: bis zu 30.000 Euro
  • Förderart: Zuschuss
  • Förderziel: Fixkostenzuschuss für die Monate Juni bis August  2020 (Förderphase 1) sowie September bis Dezember (Förderphase 2) in Abhängigkeit vom Umsatzausfall

weitere Informationen zu Überbrückungshilfen für Unternehmen

  • Förderart: Darlehen mit Haftungsfreistellung
  • Förderziel: Investitionen, Betriebsmittel, Erwerb von Vermögenswerten
  • Antragsstellende: Unternehmen, Einzelunternehmer und Freiberufler
  • Betrag: 800.000 Euro (80-90% Haftungsfreistellung)
  • Laufzeit:
    a) > 6 bis 10 Jahre bei Kreditbeträgen bis 800.000 Euro (Variante bis 6 J. s. Folgeseite)
    b) 2 Jahre bei Betriebsmitteln möglich

Mehr Informationen finden Sie hier

  • Förderart: Darlehen mit Haftungsfreistellung
  • Förderziel: Investitionen sowie Betriebsmittel inkl. Warenlager
  • Antragsstellende: Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten, Einzelunternehmer und Freiberufler
  • Betrag: max. 800.000 Euro (100% Haftungsfreistellung)
  • Laufzeit: bis 10 Jahre

Mehr Informationen finden Sie hier

  • Förderart: Darlehen mit Haftungsfreistellung
  • Förderziel: Deckung von coronabedingten  Liquiditätsengpässen
  • Antragsstellende: Gemeinnützige Organisationen
  • Betrag: 25.000 bis 800.000 Euro (100% Haftungsfreistellung)
  • Laufzeit: 10 Jahre

Mehr Informationen

  • Förderart: Beteiligungskapital
  • Förderziel: Deckung von coronabedingten  Liquiditätsengpässen und bilanzstärkende Maßnahmen
  • Antragsstellende: Start-ups und kleine Mittelständler (bis 75 Mio. Euro Umsatz)
  • Betrag: max. 800.000 Euro
  • Laufzeit: 5  bis 10 Jahre

Hier finden Sie weitere Informationen

  • Förderart: Beteiligungskapital
  • Förderziel: bilanzstärkende Maßnahmen, insbesondere EK-Ausstattung und Liquiditätssicherung
  • Antragsstellende: alle Unternehmen mit Umsatzausfall ≥ 50% im 2. Halbjahr 2020
  • Betrag: max. 750.000 Euro
  • Laufzeit: 5-10 Jahre

Hier finden Sie weitere Informationen

Förderprogramme nach De-minimis

Eckdaten

  • Förderart: Darlehen
  • Förderziel: Deckung von coronabedingten  Liquiditätsengpässen
  • Antragsstellende: Unternehmen des Hotel-, Beherbergungs- und Gaststättengewerbes
  • Betrag: 15.000 bis 750.000 Euro
  • Laufzeit: bis zu 12 Jahre

Alle Informationen zum IB.SH Mittelstandssicherungsfonds finden Sie unter

ib-sh.de/mittelstandssicherungsfonds

Der IB.SH Härtefallfonds Mittelstand soll private Unternehmen unterstützen, die im Zuge der Corona-Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind. Dabei werden nur durch die Corona-Krise bedingte, im Zuge von erwarteten Umsatzausfällen zusätzliche Liquiditätsengpässe / Betriebsmittelbedarfe gefördert, die nicht durch bereits beantragte oder bewilligte Fördermittel im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gedeckt sind oder werden.

Eckdaten

  • Förderart: Darlehen
  • Förderziel: Deckung von coronabedingten  Liquiditätsengpässen
  • Antragsstellende: alle Unternehmen mit Umsatzausfall ≥ 50% im 2. Halbjahr 2020
  • Betrag: 100.000 bis 750.000 Euro

Alle Informationen finden Sie hier

ib-sh.de/haertefallfonds

  • Förderart: Darlehen
  • Förderziel: Finanzierung von Betriebsmittelbedarf  und Investitionen
  • Antragsstellender: natürliche Personen und KMU mit max. 3 Gesellschaftern
  • Betrag: 25.000 bis 250.000 Euro
  • Laufzeit: 2 – 12 Jahre

Weitere Informationen zum IB.SH Mittelstandskredit

 

Förderprogramme nach Bundesregelung Beihilfen für niedrigverzinsliche Darlehen 2020

  • Förderart: Darlehen mit Haftungsfreistellung
  • Förderziel: Investitionen, Betriebsmittel, Erwerb von Vermögenswerten
  • Antragsstellende: Unternehmen
  • Betrag: bis 100 Mio. Euro (80-90% Haftungsfreistellung)
  • Laufzeit: bis 6 Jahre

Hier finden Sie weitere Informationen

Ausgewählte weitere Spezialprogramme

  • Neue Bürgschaftsobergrenze von 2,5 Mio. Euro (bisher 1,25 Mio. Euro)
  • Anhebung max. Verbürgungsgrad bis 500.000 Euro Kreditbetrag auf 90 % (bisher 80 %)
  • Anhebung Kreditobergrenze BB Express auf 300.000 Euro (bisher 250.000 Euro)
  • Anhebung Verbürgungsgrad BB Express auf 80 % (bisher 70 %)
  • Anhebung Verbürgungsgrad für Kredite bis 250.000 Euro in BB Express auf 90 % (bisher 70 %)
  • 90% Verbürgung jetzt auch im Standardverfahren bis 500.000 Euro Kreditbetrag
  • Laufzeitverlängerungen bei Bestandsfällen

Hier finden Sie weitere Informationen

  • Förderart: Garantien und Rekapitalisierungsmaßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals in Form von:
    a) Bürgschaften für Bankkredite
    b) Stillen Beteiligungen
    c) Individuellen Strukturierungen
  • Förderziel: Deckung von coronabedingten Liquiditätsengpässen und Stärkung der Kapitalbasis
  • Antragsstellende: Unternehmen der Realwirtschaft, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft oder den Arbeitsmarkt hätte und die mind.  zwei der folgenden Kriterien erfüllen: 
    1. Bilanzsumme > 43 Mio. Euro
    2. Umsatzerlöse > 50 Mio. Euro
    3. Mehr als 249 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
  • Betrag:  
    a) mind. 5 Mio. Euro
    b) max. 100 Mio. Euro
    c) > 100 Mio. Euro
  • Laufzeit:
    a) max. 5 Jahre
    b) max. 7 Jahre
    c) abhängig von der Wahl des Instruments

Weitere Informationen finden Sie hier

*Beihilferecht: In Abhängigkeit des Einzelfalls und der Finanzierungsstruktur wird das relevante Beihilferecht ausgewählt

Weitere Unterstützungsangebote

Weitere Informationen zu Zuschüssen aus dem Landesprogramm Wirtschaft für den Auf- und Ausbau der Produktion von Persönlicher Schutzausrüstung finden Sie hier.

Alle Informationen zum Sonder-Beteiligungsprogramm Schleswig-Holstein finden Sie hier

ib-sh.de/sonder-beteiligungsprogramm-sh

Im Rahmen des beschlossenen bundesweiten Schutzschilds für Unternehmen werden bestehende Programme für Liquiditätshilfen der KfW und der Bürgschaftsbanken ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Die Corona-Hilfe der KfW wird in einem KfW-Sonderprogramm 2020 vor allem über die bestehenden Programmkredite ERP-Gründerkredit - Universell und KfW-Unternehmerkredit umgesetzt. Neben Haftungsfreistellungen bis 90 % werden die Programme zu deutlich reduzierten Zinsen über Ihre Hausbank angeboten. Aus dem KfW-Schnellkredit 2020 können Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einzelunternehmen und freiberuflich Tätige mit mehr als zehn Beschäftigte über die Hausbank Kredite mit einer Haftungsfreistellung von 100 % beantragen. Einen Überblick über die Corona-Unterstützung, die Sie über Ihre Hausbank bei der KfW beantragen können, finden Sie hier.

Um Ihnen die Finanzierung Ihrer gewerblichen Unternehmen zu erleichtern, haben wir, die Förderinstitute des Landes Schleswig-Holstein, unsere Angebote auf die Bedarfslagen der Unternehmen im Zuge der Corona-Krise ausgerichtet. Damit wollen wir gemeinsam mit den Hausbanken und allen betroffenen Multiplikatoren gewährleisten, dass den Unternehmen in Schleswig-Holstein ein schneller und einfacher Finanzierungszugang erhalten bleibt. Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler wenden sich bitte an ihre Hausbank um diese Liquiditätshilfen auf den Weg zu bringen.

weitere Informationen

Wenn Unternehmen Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Diese Leistung beantragen Arbeitgeber über die Arbeitsagentur. Weitere Informationen dazu gibt es hier. Die Unternehmerhotline der Bundesagentur erreichen Sie unter 0800 45555-20.

Treten wegen der Corona-Beschränkungen Verdienstausfälle auf, kann es gegebenenfalls Entschädigungen nach §56 Infektionsschutzgesetz geben. 
Ein Anspruch auf Entschädigung entsteht bei einem Verdienstausfall infolge einer behördlich angeordneten Quarantäne oder eines behördlich angeordneten Tätigkeitsverbots sowie bei einer behördlich angeordneten Kita- oder Schulschließung, wenn die Eltern berufstätig (auch selbstständig) sind, die Kinder das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert beziehungsweise auf Hilfe angewiesen sind Anträge auf Entschädigung für entsprechende Verdienstausfälle können Arbeitgeber für ihre Beschäftigten und  Selbstständige seit dem 19. Mai 2020 über ein neues Onlineportal des Bundes und vieler Bundesländer (darunter auch Schleswig-Holstein) stellen. Die Daten werden elektronisch an das Landesamt für soziale Dienste in Neumünster zur weiteren Bearbeitung übermittelt.

zum Onlineportal

Informationen des Landesamtes für soziale Dienste

Möglichkeiten zur Stundung von Steuerzahlungen, zur Senkung von Vorauszahlungen und im Bereich der Vollstreckung wurden verbessert. Weitere Informationen finden Sie hier.
 

Die Insolvenzantragspflicht für betroffene Unternehmen wurde bis 30. September 2020 ausgesetzt.

Betroffene Unternehmen stehen aktuell oft vor gravierenden Herausforderungen, die sie nicht allein bewältigen können. Hilfestellung und Rat durch externe Beratungen können in dieser Situation behilflich sein. Finanzielle Unterstützung hierfür bietet das vom BAFA betreute Programm zur Förderung unternehmerischen Know-hows.

Auch die IHK bietet umfangreiche Informationen für Unternehmen. Sofern Fragen in diesen Informationen nicht geklärt werden, bietet die IHK folgende zusätzliche Servicenummern an: IHK zu Flensburg: 0461 806-806, IHK zu Kiel: 0431 5194-455, IHK zu Lübeck: 0451 6006-250. Auch die Handwerkskammern bieten Informationen für Unternehmen (HWK Lübeck, HWK Flensburg).

Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums gibt es hier. Die Hotline des BMWi für Unternehmen erreichen Sie unter 030 18615 1515 (Mo-Fr 9 bis 17:00 Uhr).

Informationen zu Unterstützungsangebote für Kultur- und Bildungseinrichtungen finden Sie hier.

Weitere Angebote zur Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft finden Sie hier.

Informationsangebote des Tourismus-Clusters Schleswig-Holstein finden Sie hier

Informationen zur Förderung medizinischer Schutzausrüstungen des BMWi finden Sie hier.

Überblick über Corona-Förderprogramme für Unternehmen in Schleswig-Holstein

Die Förderlotsen der IB.SH beraten Sie unentgeltlich zu passenden Unterstützungsmöglichkeiten. Die Unterstützungsmöglichkeiten werden derzeit fortlaufend durch uns auf unserer Webseite aktualisiert. Bitte kontaktieren Sie uns per Mail, wenn wir Sie darüber hinaus beraten können.

Die Förderlotsen der IB.SH beraten Sie unentgeltlich zu passenden Unterstützungsmöglichkeiten. Die Unterstützungsmöglichkeiten werden derzeit fortlaufend durch uns auf unserer Webseite aktualisiert. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn wir Sie darüber hinaus beraten können.

Ihre Ansprechpartner: Die Förderlotsen der IB.SH

Zentrale Kontaktdaten der Förderlotsen

Besuchsadresse: IB.SH, Haus der Wirtschaft, Lorentzendamm 22, 24103 Kiel

0431 9905-3365

Die Förderlotsen bieten ihre Beratung auch per Video- und Textchat an. Vereinbaren Sie hierfür gerne einen Termin - per E-Mail oder Telefon.