Sustainable Development Goals (SDGs) der UN

Basics | 14.07.2021 | Alexandra Oboda

Die Sustainable Development Goals der UN, kurz SDGs, sind Ziele für eine sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Entwicklung. Sie weisen den Weg, um eine weltweit nachhaltige Gesellschaft zu verwirklichen. Wofür die SDGs stehen und was sie für die Finanzbranche bedeuten, erfahren Sie hier.


17 Ziele für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung

Im September 2015 haben die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einstimmig verabschiedet. Mit der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft 17 Ziele für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung gesetzt, die sogenannten 17 UN Sustainable Development Goals (kurz SDGs). Im Mittelpunkt der SDGs stehen Themen wie nachhaltiges Wirtschaften, Konsum, Stadtentwicklung, Bekämpfung und Verhinderung von Armut. Mit den SDGs und ihren 169 Unterzielen wurde ein für alle Staaten gültiges Zielsystem entwickelt. Wie die Ziele in den Ländern umgesetzt werden, wird von den jeweiligen Regierungen selbst festgelegt.

Die deutsche Bundesregierung integrierte die 17 SDGs in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, worin konkrete Unterziele und Maßnahmen für jedes der 17 Ziele genannt werden. Darauf aufbauend veröffentlichte auch die schleswig-holsteinische Landesregierung im Sommer 2020 ihren ersten Bericht zu den UN-Nachhaltigkeitszielen.

Welche Rolle spielen Banken bei der Erreichung der SDGs?

Die Vereinten Nationen schufen mit der Agenda 2030 und den 17 SDGs den Konsens, dass Finanzströme – über reine Klimaziele hinaus – zu einer nachhaltigen Entwicklung insgesamt beitragen sollen. Banken haben mit Blick auf nachhaltiges Handeln eine Doppelfunktion. Für sie gilt es, neben der eigenen Ausrichtung auf Nachhaltigkeit realwirtschaftliche Entwicklungen zu begleiten. Mithilfe von Ausschlusskriterien können Banken bewirken, dass bestimmte Praktiken, die kontraproduktiv für die Erreichung der SDGs sind, eingestellt werden. So schließen einige Banken bereits ganze Branchen, wie die Kohleindustrie, bei ihrer Finanzierung aus. Gleichzeitig können Banken gezielt in nachhaltige Projekte, Produkte und Unternehmen investieren, die zur Erreichung der SDGs beitragen.

Insbesondere Förderbanken können mit besonderen Konditionen, Anreizen oder Beratungsangeboten in einem realwirtschaftlichen Transformationsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit als Katalysator wirken. Wesentlicher Vorteil dabei ist, dass Förderbanken nicht im Wettbewerb mit anderen Banken stehen, sondern vielmehr mit Hausbanken kooperieren.

SDGs in der IB.SH

Mit unserer Erklärung zur Umsetzung von Sustainable Finance betonen wir noch einmal mehr die Relevanz der SDGs und unser Bestreben, mit unserem eigenen unternehmerischen Handeln, unseren Förderprodukten und unseren weiteren Förderaktivitäten aktiv die Umsetzung der SDGs zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund berücksichtigen wir die SDGs beispielsweise bei unserem Produkt- und Dienstleistungsangebot sowie bei der Anlage in Wertpapiere durch das Treasury.

Auch bei unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung orientieren wir uns unter anderem an den SDGs der UN. Ergänzend dazu zeigen wir in unserem SDG-Reporting, welche Aktivitäten und Produkte der IB.SH auf die einzelnen SDGs einzahlen.

Das SDG-Reporting stellt uns noch immer vor Herausforderungen (siehe dazu unseren Beitrag Wie nutzt die IB.SH die SDGs?). Dennoch sind wir bestrebt, unser SDG-Reporting immer weiter auszubauen, um zur Erreichung und Bekanntmachung der SDGs beizutragen.

Autorin: Alexandra Oboda

Alexandra Oboda ist Nachhaltigkeitsmanagerin der IB.SH. Hier schreibt zu Sie zum Einfluss der Finanzbranche auf die globalen Nachhaltigkeitsbestrebungen.

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