UNDINE II zeigt Vielfalt und Faszination des heimischen Meeres

Grenzübergreifende Zusammenarbeit

UNDINE II zeigt Vielfalt und Faszination des heimischen Meeres

„Oh, …das ist hier bei uns?“ – Es kommt nicht selten vor, dass Stefanie Sudhaus Fragen wie diese hört, wenn sie ihrer Zuhörerschaft Bilder von der Ostsee zeigt: von sanft bewegten Seegraswiesen, violett leuchtenden Seesternen und eindrucksvollen Krabben. „Für viele Menschen beschränkt sich das Erlebnis Ostsee auf Badestrand oder Segelboot“, weiß die Projektleiterin von UNDINE II.

Der Name des Wassergeistes steht für UNderwater DIscovery and Nature Experience: Koordiniert vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) werden Partner aus Naturschutz, Tourismus, Umweltbildung und Mediengestaltung in Deutschland und Dänemark dafür aktiv, die Ostsee als Lebensraum einer vielfältigen Flora und Fauna in den Fokus zu rücken und dieses faszinierende Biotop zu bewahren. In das Projekt aus dem EU­Programm Interreg Deutschland-­Danmark fließen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung über die IB.SH 1,1 Millionen Euro.

„Wir wollen die Menschen an die Hand nehmen und sie unter Wasser führen. Ob man dabei nass wird, entscheidet man selbst“, so Stefanie Sudhaus. Auf Schnorchel­ und Bootstouren werden die Teilnehmenden zu Entdeckungsreisenden, Kinder machen sich mit Aquaskopen auf die Suche nach Seenadeln und Co.: „Mit dabei ist eine Tauchlehrerin, die für Sicherheit sorgt und Fragen beantworten kann“, sagt Koordinatorin Sudhaus. Schnorchelwagen mit Ausrüstung für 15 Personen gibt es auf deutscher Seite bereits in Neustadt und Scharbeutz, und auch die Kieler Förde gehört zum Revier. Jüngere Kinder nehmen die Meeresbewohner in Wathosen gewandet mit dem Aquaskop unter die Lupe. Unternehmungen, die nicht nur Schulklassen und organisierte Gruppen anziehen, sondern auch Ostsee­-Urlauber und -­Urlauberinnen.

Foto: Dietmar Reimer

Ein weiterer UNDINE-Schwerpunkt liegt in der Erstellung einer interaktiven Tauchsport­Karte: „Wir sind dabei, über 100 Tauch­ und Schnorchelspots einzupflegen“, so Stefanie Sudhaus. Die Karte soll Tauchenden nicht nur die besten Plätze verraten, sondern auch über Besonderheiten informieren und Insider-­Tipps geben – alles mit einem Blick für den Umweltschutz: „Sensible Gebiete werden natürlich ausgespart“, betont Stefanie Sudhaus. Derzeit entsteht ein Aktivheft für Kinder ab acht Jahren mit Wissenswertem, Rätseln und Experimenten. Eine Ausgabe für die Jüngeren gibt es schon, ebenso Postkarten und Kartenspiele. Die Ideen breiten sich aus, viele Institutionen arbeiten mit, Bild­ und Fotomaterial wird vielfältig genutzt, die Mediathek wächst. Wie gut UNDINE II ankommt, zeigen die Zahlen: „Wir konnten bisher über 200 Schnorchel­ und Aquaskoptouren anbieten, mit über 1.200 Gästen allein  bei den Schnorcheltouren. 745 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren schon bei Bootstouren dabei. Und bei Vorträgen konnten wir mehr als 600 Interessierten etwas über die Ostsee und UNDINE erzählen“, zählt Stefanie Sudhaus auf. 

Schon das Vorgängerprojekt UNDINE I von 2012 bis 2015 bot vielen Menschen persönliche Erfahrungen mit der Ostsee. Daran knüpft UNDINE II an. Das Projekt läuft bis Ende 2019. Mit der Bildungsarbeit in Sachen Ostseeschutz soll es auch danach weitergehen, auf dieses Ziel hält Stefanie Sudhaus Kurs: „Wir versuchen etwas zu schaffen, was Bestand hat und weiter Kreise zieht.“ Weil die Ostsee Freunde braucht. 

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