Soziale Wohnraumförderung wichtiger denn je

IB.SH analysiert Markt für freifinanzierte Wohnungen


Mit einer mittleren Nettokaltmiete von 8,34 Euro je Quadratmeter bei freifinanzierten Wohnungen hatte der Kreis Pinneberg im Jahr 2016 das dritthöchste Mietpreisniveau im Lande und wurde nur von den Kreisen Segeberg und Stormarn (je 8,50 Euro) übertroffen. Das geht aus dem Mietenmonitoring der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) hervor.

Während der Mietpreis von Neubauwohnungen gegenüber dem Vorjahr konstant blieb, ist er bei Bestandswohnungen nochmals um 3,2 Prozent gestiegen. „Das Angebot an bezahlbaren Wohnungen ist gering – wie überall im Hamburger Umland. Es bleibt daher eine wichtige Aufgabe, durch zinsverbilligte Darlehen und Investitionszuschüsse Anreize für Investoren zu schaffen und so den sozialen Wohnungsbau in angespannten Wohnungsmärkten zu fördern", erklärte der Leiter des Bereichs Immobilienkunden der IB.SH Axel Vogt.

Im Rahmen ihres Mietenmonitorings im Auftrag der Landesregierung wertet die Förderbank jährlich rund 30.000 Inserate auf dem Internetportal ImmobilienScout24 sowie Neuvertragsmieten von Wohnungsunternehmen für Schleswig-Holstein aus. Nach intensiven Prüfungen werden u.a. Inserate von der Auswertung ausgeschlossen, die nicht plausible Angaben enthalten, hinter denen keine realen Mietangebote stehen oder die eine Betrugsabsicht erkennen lassen. Damit steht der IB.SH für ihre Analyse ein sehr umfangreiches und hochwertiges Datenmaterial zur Verfügung, das differenzierte Aussagen über die Entwicklung der Mietpreise freifinanzierter Wohnungen in den einzelnen Kreisen und auch in größeren Kommunen ermöglicht. Damit ist das Mietenmonitoring eine wichtige Grundlage für die wohnungspolitische Steuerung. Das Ergebnis erleichtert Entscheidungen über eine bedarfsgerechte Anpassung der Förderbedingungen in der sozialen Wohnraumförderung – beispielsweise der Regionalstufen und der Fördermiethöhen.

Wie in den Vorjahren ist die Zahl der Inserate für Neubauwohnungen weiter angestiegen. Die Neubaumieten im Kreis Pinneberg lagen mit 9,94 Euro im Mittel kaum über dem Landeswert von 9,88 Euro. Für Bestandswohnungen wurden im Kreis im Mittel 8,18 Euro verlangt – deutlich mehr als auf Landesebene (7,01 Euro). Je kleiner die Wohnung, desto höher der Quadratmeterpreis: Im Mittel wurde bis 40 Quadratmeter eine Nettokaltmiete von 9,20 Euro je Quadratmeter erwartet, von 40 bis 60 Quadratmetern 8,37 Euro, ab 60 Quadratmetern 8,00 Euro.

Die Auswertung der IB.SH verdeutlicht auch das Preisgefälle innerhalb des Kreisgebiets – je näher an Hamburg eine Wohnung liegt, desto höher war die Marktmiete: Schenefeld 9,16 Euro (+2,2 Prozent), Wedel 9,09 Euro (+1,5 Prozent), Pinneberg 8,33 Euro (+4,1 Prozent), Elmshorn 7,58 Euro (+6,8 Prozent), Barmstedt 6,80 Euro (+4,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Mieten in den Hamburg ferneren Orten stärker gestiegen als am direkten Hamburger Rand.

Den ausführlichen Bericht zum Mietenmonitoring finden Sie hier: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/W/wohnen/Downloads/mietenmonitoring2016.html

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