IB.SH präsentiert Ergebnisse und Nutzen der EU-Förderung im Ostseeraum in Lübeck

Internationale Tagung über europäische Zusammenarbeit im Ostseeraum am 9. und 10. April 2019 in Lübeck.


Es gibt viel zu tun rund um die Ostsee. Der fortschreitenden Verschmutzung der Ostsee durch Plastikmüll und Pharmazeutika muss Einhalt geboten werden. Überdüngung aus der Landwirtschaft und Phosphor aus Kläranlagen gefährden weiterhin die Wasserqualität. Die Schifffahrt ist auf der Suche nach innovativen Treibstoffen und setzt die Häfen unter Druck in Versorgungssysteme zu investieren. Transport und Tourismus produzieren ein stetig wachsendes Verkehrsaufkommen auf der Ostsee. Aber auch Off-Shore-Windparks und Fischerei stellen Ansprüche, die gemeinsam geregelt werden müssen. Solche Herausforderungen machen nicht an nationalen Grenzen Halt. Das EU-Förderprogramm Interreg Baltic Sea Region finanziert ostseeweite Zusammenarbeit, damit die Ostseeanrainer gemeinsam Lösungen erarbeiten können, denen ein Land allein machtlos gegenüber stünde.

„Wir werden sehen, dass Zusammenarbeit der einzige Weg ist, um die Ostsee für die Menschen, die an ihr leben, sauberer und sicherer zu machen“, sagt Erk Westermann-Lammers, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH). Die IB.SH ist für die Verwaltung der EU-Fördermittel des Interreg Baltic Sea Region Programms verantwortlich. Nun lädt die IB.SH vom 9. bis 10. April 2019 Akteure und Projektträger nach Lübeck ein, um Ergebnisse vorzustellen. Rund 283 Millionen Euro aus dem Förderprogramm Interreg Baltic Sea Region wurden in den vergangenen fünf Jahren in 111 ostseeweite Projekte investiert.

Schleswig-Holsteins Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung Sabine Sütterlin-Waack wird die Konferenz eröffnen. „Interreg-Projekte bringen unseren Bürgerinnen und Bürgern in Schleswig-Holstein echten Nutzen“, betonte die Ministerin vorab. Schleswig-Holstein engagiert sich beispielsweise in den Projekten ALLIANCE und Smart Blue Regions. Der ostseeweite Know-How-Austausch soll die Innovationskraft schleswig-holsteinischer Firmen in der marinen Biotechnologie verbessern.

Über dreihundert Teilnehmer aus allen Anrainerstaaten werden in den Lübecker media docks erwartet. Die Themen reichen von Kreislaufwirtschaft über saubere Schifffahrt bis hin zu international koordinierten Rettungseinsätzen auf See.

 

Hintergrund
Interreg Baltic Sea Region wurde 1997 von der Europäischen Union eingerichtet. Als Teil der EU Regionalpolitik fördert Interreg Baltic Sea Region multilaterale Kooperationsprojekte im gesamten Ostseeraum. Behörden, Vereine und Verbände sowie Forschungseinrichtungen aus allen Ostseeanrainerstaaten bearbeiten gemeinsam Fragestellungen, die ostseeweite Lösungen erfordern. Die Europäische Union hat für die Förderperiode 2014-2020 dafür 283 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auch Norwegen und die russische Föderation nehmen teil. Die IB.SH ist seit 1997 im Auftrag der Ostseeanrainer und der Europäischen Kommission für die Mittelverwaltung verantwortlich und stellt das Programmsekretariat in Rostock und Riga. Schleswig-Holstein ist ebenfalls im Nachbarprogramm North Sea Region aktiv.

Mehr Informationen: interreg-baltic.eu/conference und interreg.eu