Gleichstellungsministerin Sütterlin-Waack: Start für den Neubau eines Frauenhauses in Rendsburg ist eine starke Gemeinschaftsleistung

Eine konzertierte Aktion macht es möglich: Die Weichen für den Neubau eines Frauenhauses in Rendsburg mit insgesamt 22 Plätzen für schutzbedürftige Frauen sind gestellt.


Die Gesamtkosten von rund 2,1 Millionen Euro werden zu einem großen Teil aus Mitteln der Sozialen Wohnrauförderung des Innenministeriums finanziert. Über das IMPULS-Programm zur Sanierung von Frauenhäusern beteiligt sich das Land darüber hinaus mit rund 714.000 Euro. Bei der Förderbescheid-Übergabe heute (17.10.) im Kreishaus Rendsburg erklärte Gleichstellungsministerin Sabine Sütterlin-Waack: "Hand in Hand haben wir es geschafft. Mit dem Neubau des Frauenhauses setzen wir das nächste starke Zeichen der Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen. Mit IMPULS fördern wir als Land bereits die Ersatzneubauten in Eutin und Itzehoe. Wir stärken so die Hilfestrukturen landesweit. Die Frauenhäuser sind unverzichtbarer Bestandteil dieser Hilfe und müssen dafür in gutem baulichen Zustand sein."

Auch Landrat Rolf-Oliver Schwemer betonte: "Das vertrauensvolle und lösungsorientierte Zusammenwirken aller Akteure ist für mich ein gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen der örtlichen Ebene, dem Land Schleswig-Holstein und dem Kreis Rendsburg-Eckernförde." Zugleich dankte er ausdrücklich "der Brücke Rendsburg-Eckernförde e.V. dafür, dass sie sich für den Neubau eines Frauenhauses in Rendsburg und damit an einem zentralen Ort im Kreisgebiet entschieden hat."

Dietmar Böhmke, Vorstandsvorsitzender der Entwicklungsagentur für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg, unterstrich bei seiner Förderbescheid-Übergabe "die große Bedeutung dieser sozialen Einrichtung, die sich auch im einstimmigen Beschluss der 13 Trägerkommunen und des Verwaltungsrates spiegelt. Das gute Konzept des Neubaus, der durch den Beitrag des Lebens- und Wirtschaftsraumes Rendsburg finanziell gesichert werden konnte, ermöglicht eine zukunftsorientierte Unterbringung betroffener Frauen und zu betreuender Kinder.“ Er freue sich, dass die unzureichenden Platzverhältnisse bald der Vergangenheit angehören.

Heike Rullmann, Vorstand der Bauherrin und Betreiberin Brücke Rendsburg-Eckernförde e.V. sagte: "Frauenhäuser sollte es nicht geben, Frauenhäuser sollten nicht notwendig sein. Seelische und körperliche Gewalt gegen Frauen und Mütter aber gibt es – immer noch, massenhaft, täglich und weltweit. Das Wissen um diese Gewalt ist in unserer Gesellschaft angekommen, und Politik und Verwaltung sehen sich in der Pflicht, Schutzräume zu ermöglichen und professionelle Betreuungs- und Aufklärungsarbeit zu finanzieren. Wir danken für diese Kooperation und werden die an uns gestellte Aufgabe erfüllen, das neue Haus zu führen."

Geplant ist in Rendsburg ein Frauenhaus mit rund 680 m² Wohn- und Betriebsflächen, das 22 Plätze bereithält. Der Neubau ersetzt ein Gebäude an einem anderen Standort.

Die Investitionskosten für das Projekt sind mit insgesamt rund 2.102.125 Euro veranschlagt. Der Zuschuss des Landes beträgt exakt 714.038 Euro. Hinzu kommen Zuschüsse des Landkreises Rendsburg-Eckernförde in Höhe von 242.360 Euro sowie der Entwicklungsagentur für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg in Höhe von 242.360 Euro. Die restlichen Mittel stammen aus der Sozialen Wohnraumförderung, in Form eines Darlehens in Höhe von 650.000 Euro sowie eines Zuschuss von 162.100 Euro.

Insgesamt stellt das Land für Investitionen in Frauenhäusern mit dem IMPULS-Programm 6,8 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Mit der Begleitung des Programms hat das Land die Investitionsbank Schleswig-Holstein betraut. "Wir freuen uns, die Förderrichtlinie für die wichtige Modernisierung der Frauenhäuser für das Land Schleswig-Holstein umsetzen zu können. Dabei bringen wir unser Know-how über eine bestmögliche Kombination von Fördermitteln bei der Umsetzung von Baumaßnahmen ein", sagte der Vorstandsvorsitzende der IB.SH, Erk Westermann-Lammers.

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