Gemeinsam aktuelle Herausforderungen meistern!

Erfolgsmodell Städtebauförderung – Fachtagung der IB.SH


Innenminister Hans-Joachim Grote hat auf die Bedeutung der Städtebauförderung hingewiesen. Sie sei seit Jahrzehnten ein wichtiges Instrument, um die Entwicklung der Orte in Schleswig-Holstein zu unterstützen. „Es gibt dabei eine ganze Reihe unterschiedlicher wichtiger Programme, wie beispielsweise das Programm ,Soziale Stadt`, das städtebauliche Missstände und Entwicklungsrückstände in Stadtteilen beheben soll", sagte Grote heute (03.05.2018) bei der Fachtagung „Im Quartier denken – Erfolgsmodell Städtebauförderung" im Museum für Tuch und Technik in Neumünster. Die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) hatte dazu anlässlich des bundesweiten Tages der Städtebauförderung am 5. Mai eingeladen.

Grote hob weitere bedeutende Elemente der Städtebauförderung hervor: „Ganz wichtig aus meiner Sicht als Bauminister Schleswig-Holsteins ist auch das Programm für kleinere Städte und Gemeinden, mit dem zentrale Orte in ländlich geprägten Räumen als Ankerpunkte der Daseinsvorsorge für die Zukunft handlungsfähig gemacht werden sollen. Gerade auch im Hinblick auf die künftige Entwicklung unserer Kommunen sind die Inhalte des neuen Programms ,Zukunft Stadtgrün` richtungsweisend. Damit wollen wir die Wohn- und Lebensqualität in unseren Orten langfristig verbessern", so der Minister.

Der IB.SH-Vorstandsvorsitzende Erk Westermann-Lammers nannte es erstaunlich, dass es den „Tag der Städtebauförderung" erst seit 2015 gibt. „Seit mehr als 40 Jahren ist die Städtebauförderung eine Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen", stellte Westermann-Lammers fest.

Die IB.SH begleitet den Prozess der Städtebauförderung von Beginn an. Nach einzelnen vorausgegangenen Modellvorhaben gilt das Städtebauförderungsgesetz des Jahres 1971 als Geburtsstunde der Städtebauförderung. Seither wurden in Schleswig-Holstein mehr als 200 Gesamtmaßnahmen in über 100 Kommunen gefördert. Fördermittel des Bundes und des Landes in Höhe von mehr als 850 Millionen Euro konnten den Kommunen zur Verfügung gestellt werden. „Imposante Zahlen, die sich vervielfachen, wenn man die Komplementierung durch die Kommunen und vielfältige Anstoßeffekte mitdenkt. Diese lösen nach Berechnungen mehrerer bundesweiter Studien das Sechs- bis Achtfache an Folgeinvestitionen aus", sagte Westermann-Lammers.

Bei der Fachtagung wurden aktuelle Herausforderungen für Städte und Gemeinden wie die Integration von Migrantinnen und Migranten, der Klimaschutz, die Digitalisierung oder der demografische Wandel hervorgehoben. Das alles hat Auswirkungen auf das Zusammenleben in Städten und Gemeinden. Die Städtebauförderung reagiert auf diese aktuellen Entwicklungen. Der IB.SH-Vorstandsvorsitzende sprach von einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. „Dazu gehört es auch, über staatliche Ebenen und Ressortgrenzen hinweg zu denken, Institutionen, Verbände und Vereine zu beteiligen sowie Bürgerinnen und Bürger aktiv in Planungsprozesse einzubinden", so Westermann-Lammers. Wie mit einem solchen integrierten Ansatz der Städtebauförderung die passenden Antworten auf die aktuellen Herausforderungen vor Ort gefunden werden können, darauf ging Professor Frank Schwartze von der Fachhochschule Lübeck ein.

Den zahlreichen kommunalen Vertretern – mit Marc Ziertmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städteverbandes und Frank Thomsen, Fachdienstleiter Bau der Stadt Rendsburg auf dem Podium – dankte Westermann-Lammers besonders. „Nur durch Ihr Engagement vor Ort wird Städtebauförderung gebaute Realität", erklärte er. Unterstützt werden die Kommunen dabei vielfach durch weitere wichtige Partner im Erneuerungsprozess. Als Stadtentwicklungsunternehmen, Planungsbüros und insbesondere als Sanierungsträger kommt diesen vielfach die Aufgabe zu, die Fäden integrierter Ansätze zusammen zu halten. Für die Sanierungsträger in Schleswig-Holstein, die sich in der Arbeitsgemeinschaft „Die Stadtentwickler" zusammengefunden haben, sprachen der Geschäftsführer der Trave Lübeck, Dr. Matthias Rasch, sowie die Geschäftsführerin der BIG-Städtebau GmbH, Christina Ebel.

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