Klimaanpassung konkret: Neue Arbeitshilfe unterstützt Kommunen


Starkregen, Hitze und Dürre stellen Kommunen vor neue Anforderungen.

Wie bleiben Infrastruktur, Versorgung und Bevölkerungsschutz auch unter veränderten klimatischen Bedingungen zuverlässig? Mit dieser Frage beschäftigte sich das 37. EKI-Fachforum der IB.SH Energieagentur im Rahmen der Energie- und Klimaschutzinitiative Schleswig-Holstein (EKI) am 25. August 2026 in Kiel.

Die Beiträge aus Landesverwaltung, Bevölkerungsschutz und kommunaler Praxis machten deutlich: Klimaanpassung ist eine Querschnittsaufgabe. Sie betrifft unter anderem die Stadtentwicklung und Bauleitplanung, die Wasserwirtschaft, technische Infrastrukturen sowie den Gesundheits- und Bevölkerungsschutz. Entscheidend ist, lokale Risiken frühzeitig zu erkennen und Vorsorge konsequent in kommunale Entscheidungen einzubeziehen.

Wie das gelingen kann, zeigten Projekte aus Schleswig-Holstein. In Neumünster soll auf einem ehemaligen Bahngelände eine naturnahe Parkanlage entstehen. Ratzeburg plant die Teilentsiegelung des Marktplatzes. In Itzehoe verbinden die Planungen für die „Neue Störschleife“ versickerungsfähige Flächen, zusätzliche Bäume und heimische Pflanzungen mit einer attraktiveren Innenstadtentwicklung. Die Beispiele zeigen: Erfolgreiche Klimaanpassung muss zu den jeweiligen Risiken, Flächen und Entwicklungszielen einer Kommune passen.

Neue Arbeitshilfe unterstützt Kommunen bei der Umsetzung

Viele fachliche Grundlagen und Förderangebote sind bereits vorhanden. Die Herausforderung besteht häufig darin, sie auf die örtlichen Bedingungen zu übertragen und daraus umsetzbare Projekte zu entwickeln.

Hier setzt die neue Arbeitshilfe an, die von der Technischen Hochschule Lübeck mit Unterstützung der IB.SH entwickelt wurde. Sie bietet Kommunen einen praxisnahen Einstieg, stellt mögliche Handlungsansätze vor und zeigt anhand guter Beispiele – insbesondere aus Schleswig-Holstein –, wie Klimaanpassungsmaßnahmen umgesetzt und gefördert werden können.

Dabei muss Klimaanpassung nicht grundsätzlich neu gedacht werden. Bestehende Konzepte aus der Stadt- und Ortsentwicklung oder dem Klimaschutz können um entsprechende Maßnahmen ergänzt werden. So lässt sich das Thema schrittweise in kommunale Planungs- und Entwicklungsprozesse integrieren.

Die Veröffentlichung der Arbeitshilfe ist im Forum Stadt und Land Schleswig-Holstein (https://forumstadtundland.sh/) vorgesehen. Beim BNUR-Seminar „Doppelt hält besser: Klimaanpassung und Biodiversität zusammen denken“ am 17. November 2026 wird sie vorgestellt.

Sie möchten Klimarisiken in Ihrer Kommune einordnen und erste Maßnahmen entwickeln? Die EKI unterstützt Sie bei der Planung, bei der Suche nach geeigneten Fördermöglichkeiten und auf dem Weg in die Umsetzung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der EKI.

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Swea Evers

Projektmanagerin (Quartiere, Gebäude, Klimaanpassung)
0431 9905-2891