Schleswig-Holstein-Finanzierungsinitiative für Stabilität

Viele schleswig-holsteinische Unternehmen stehen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus vor großen Herausforderungen. Rückläufige Umsätze, beeinträchtigte Lieferketten und Personalengpässe sind nur einige Auswirkungen dieser Krise. Zur Stabilisierung der schleswig-holsteinischen Wirtschaft benötigen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Zugang zu Krediten und Eigenkapital.

Um den Hausbanken die Finanzierung dieser Unternehmen zu erleichtern, haben die Förderinstitute des Landes Schleswig-Holstein (Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein, Investitionsbank Schleswig-Holstein, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein) im Rahmen der Schleswig-Holstein-Finanzierungsinitiative für Stabilität ihre Angebote auf die Bedarfslagen der Unternehmen im Zuge der Corona-Krise ausgerichtet. So soll gewährleistet werden, dass den Unternehmen in Schleswig-Holstein ein schneller und einfacher Finanzierungszugang erhalten bleibt. Notwendige Voraussetzung dafür ist auch eine ausreichende Eigenkapitalbasis der KMUs. Dies kann im Rahmen der Finanzierungsinitiative durch die Beisteuerung einer möglichen stillen Beteiligung sichergestellt werden.

Den Hausbanken in Schleswig-Holstein stehen hierzu Matthias Voigt (Investitionsbank Schleswig-Holstein, Leiter Firmenkunden Finanzierung) und Jürgen Wilkniß (Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein, Leiter Bürgschaftsabteilung) als Finanzierungskoordinatoren der SH-Finanzierungsinitiative zur Verfügung. Sie vertreten in dieser Funktion die Finanzierungsangebote der drei Förderinstitute. Ein konkretes Vorhaben wird zentral durch einen Finanzierungskoordinator geprüft und die IB.SH, MBG oder Bürgschaftsbank eingeschaltet, um eine optimale Finanzierung mit den Angeboten der Förderinstitute zu strukturieren. Die Hausbanken der Unternehmen müssen sich i.d.R. ebenfalls an der Finanzierung beteiligen. (Unternehmen wenden Sie sich an die IB.SH Förderlotsen, s. u.)

Das Angebot zielt in erster Linie auf kleine und mittlere Unternehmen ab, die ein etabliertes Geschäftsmodell haben und ausreichend Perspektiven aufweisen, jedoch z. B. auf Grund von temporären Umsatzrückgängen im Zuge der Corona-Krise einen erhöhten Liquiditätsbedarf aufweisen. Die betroffenen Unternehmen sollten im ersten Schritt auf ihre Hausbank zugehen und den entsprechenden Kapitalbedarf ermitteln. Sodann ist die Einbindung der Förderinstitute sinnvoll. 

Antragsvoraussetzungen
- kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
- etabliertes Geschäftsmodell mit ausreichend Perspektiven
- keine Negativmerkmale (z. B. Zwangsvollstreckung, Mahnbescheide, keine Insolvenztatbestände etc.)
- nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit

Finanzierungsgrenzen
- keine Untergrenze
- bis zu 2.000 TEuro Fördervolumen*
- bis zu 750 TEuro erfolgt die Antragsprüfung im Expressverfahren

Antragsstellung
Hausbanken stellen formlose Anfrage (per E-Mail oder telefonisch) an die Finanzierungskoordinatoren der SH-Förderinitiative Matthias Voigt oder Jürgen Wilkniß (s.u.)

- sofern Hausbanken über bestehende Kontakte in den Förderinstituten verfügen, können diese sich selbstverständlich auch an ihre vertrauten Partner in den drei Häusern wenden.

- die Enscheidungen im Expressverfahren erfolgt nach Vorlage der erforderlichen Unterlagen

 

Erforderliche (Mindest-) Unterlagen

- Beschreibung des Finanzierungsbedarfs und des Geschäftsmodells des Unternehmens
- wirtschaftliche Verhältnisse

  • aktuell vorliegende Jahresabschlüsse
  • ggf. Selbstauskunft der Gesellschafter bei persönlicher Haftung
  • aktuelle Zwischenzahlen
  • Herleitung des Kapitalbedarfs 2020
  • letzter Kreditbeschluss der Hausbank (inkl. PD des letzten Ratings)

- Unterlagen zu Gesellschaftsverhältnisse (z. B. Organigramm)

Gleichzeitig wird die Förderfamilie zeitnah und regelmäßig Ihre Fördermöglichkeiten nebst Anforderungen an die aktuelle Situation anpassen. Wir werden Sie über Veränderungen zeitnah informieren.

Befristung
Die SH-Finanzierungsinitiative ist zunächst bis zum 31.12.2020 befristet.

Beratung für Unternehmen
Betroffene Unternehmen können sich direkt durch die Förderlotsen der IB.SH neutral und unentgeltlich über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten beraten lassen (foerderlotse[at]ib-sh.de). Die IHK bietet umfangreiche Informationen für Unternehmen und eine zentrale Service-Hotline für alle schleswig-holsteinischen Mitgliedsunternehmen (Tel.: 0461 806-806). Auch die Handwerkskammern bieten Informationen für Unternehmen (HWK Lübeck, HWK Flensburg). Wenn Unternehmen Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Diese Leistung beantragen Arbeitgeber über die Arbeitsagentur (Tel: 0800 45555 20).

* Fördervolumen = EFRE/MBG- Beteiligung + IB.SH-Finanzierungsmittel + BB-SH- verbürgter Kredit


Ansprechpartner für die Hausbanken

Portrait von Matthias Voigt

Matthias Voigt

Leiter Firmenkunden Finanzierung
0431 9905-3330

Externe Ansprechpartner

Portrait von Jürgen Wilkniß

Jürgen Wilkniß

Leiter Bürgschaftsabteilung
Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein
0431 5938-133

Ansprechpartner für Unternehmen

Ihre Ansprechpartner: Die Förderlotsen der IB.SH

Zentrale Kontaktdaten der Förderlotsen

Besuchsadresse: IB.SH, Haus der Wirtschaft, Lorentzendamm 22, 24103 Kiel

0431 9905-3365

Die Förderlotsen bieten ihre Beratung auch per Video- und Textchat an. Vereinbaren Sie hierfür gerne einen Termin - per E-Mail oder Telefon.