Häufig gestellte Fragen zum Zuschuss für Einbruchschutz

  • Informationen zu den Förderkonditionen einholen (s. Ziffer 2-5)
  • Informationen zum Einbruchschutz sammeln und eine Beratung zum Einbruchschutz vornehmen (s. Ziffer 7).
  • Maßnahmen planen, gegebenenfalls Fördermöglichkeiten mit anderen Programmen berücksichtigen und kombinieren (s. Ziffer 6)
  • Kostenvoranschläge beschaffen und vergleichen
  • Antrag auf Investitionszuschuss zum Einbruchschutz bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) stellen. Der Antrag ist bei der IB.SH mit dem dazu vorgesehenen Formular zu stellen. Die Bestätigung der angegebenen Kosten durch das ausführende Fachunternehmen ist erforderlich. Die Zuschussförderung erfolgt aufgrund der angegebenen und anrechenbaren Höhe der Investitionskosten aus Ihrem Kostenvoranschlag. Eine nachträgliche Erhöhung der Investitionskosten kann für den Zuschuss nicht mehr berücksichtigt werden.
  • Beginn der Durchführung der Maßnahmen erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheids (s. Ziffer 8).
  • Verwendungsnachweis einreichen (s. Ziffer 9)
    Nach der Durchführung der Maßnahmen reichen Sie den formulargebundenen Verwendungsnachweis bei der IB.SH ein. Die Rechnungen müssen gemäß § 14 Umsatzsteuergesetz ausgestellt sein.

Privatpersonen als Eigentümerinnen und Eigentümer einer selbst genutzten Immobilie (Haus, Eigentumswohnung im Bestand, kein Neubau). Ferienwohnungen, Einliegerwohnungen und Zweitwohnsitze sind von der Förderung ausgenommen.

  • Ihre Immobilie liegt in Schleswig-Holstein.
  • Das Investitionsvolumen pro Antrag beträgt mindestens 1.000 Euro
  • Bisher erhaltene Zuschüsse aus dem Einbruchschutzprogramm Schleswig-Holstein pro Wohnobjekt/Wohneinheit übersteigen zusammen gerechnet nicht 1.500 Euro.

Es werden bis zu 15% der förderfähigen Investitionskosten pro Wohnobjekt / Wohneinheit, maximal 1.500 Euro gefördert. Damit können förderfähige Investitionskosten von mindestens 1.000 Euro pro Antrag und bis maximal 10.000 Euro pro Wohnobjekt/Wohnung bezuschusst werden.

  • Es werden Maßnahmen zum Einbruchschutz gemäß der Anlage Maßnahmen zum Einbruchschutz und technische Mindestanforderungen der Förderrichtlinie zum Einbruchschutzprogramm unter Einhaltung der dort angegebenen technischen Mindeststandards gefördert: 
  • Einbau einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren
  • Einbau einbruchhemmender Fenster und Fenstertüren (z.B. Terrassenelemente)
    Energetischer Hinweis: Bei größeren Baumaßnahmen, bei denen große Fensterflächen ersetzt werden, sollte darauf geachtet werden, dass nach Durchführung der Maßnahmen der U-Wert der Außenwand und/oder des Daches kleiner ist als der Uw-Wert der neu eingebauten Fenster und Fenstertüren. Es gilt, Kondenswasserbildung und Feuchteschäden, die durch unterschiedliche Kennwerte des Wärmedurchgangskoeffizienten der gebäudeabschließenden Bauteile entstehen, auszuschließen. Gegebenenfalls sind weitere energetische Maßnahmen an den gebäudeabschließenden Bauteilen durchzuführen. Diese Maßnahmen sind im Rahmen dieses Programmes nicht förderfähig. Für solche Fälle verweisen wir auf das Modernisierungsprogramm für Selbstnutzer.
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Haus- und Wohnungseingangstüren
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster und Fenstertüren (z.B. Terrassenelemente)
    Energetischer Hinweis: Bei größeren Baumaßnahmen, bei denen große Fensterflächen ersetzt werden, sollte darauf geachtet werden, dass nach Durchführung der Maßnahmen der U-Wert der Außenwand und/oder des Daches kleiner ist als der Uw-Wert der neu eingebauten Fenster und Fenstertüren. Es gilt, Kondenswasserbildung und Feuchteschäden, die durch unterschiedliche Kennwerte des Wärmedurchgangskoeffizienten der gebäudeabschließenden Bauteile entstehen, auszuschließen. Gegebenenfalls sind weitere energetische Maßnahmen an den gebäudeabschließenden Bauteilen durchzuführen. Diese Maßnahmen sind im Rahmen dieses Programmes nicht förderfähig. Für solche Fälle verweisen wir auf das Modernisierungsprogramm für Selbstnutzer.
  • Einbau einbruchhemmender Gitter und Rollläden sowie Lichtschachtabdeckungen
  • Einbau von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen
  • Einbau von Türspionen (mind. 180 Grad-Winkel)
  • Einbau baugebundener Assistenzsysteme

Grundsätzlich bestehen Kombinationsmöglichkeiten. Die Maßnahmen zum Einbruchschutz können mit allen Darlehen/Zuschüssen der KfW und mit allen IB.SH-Darlehen kombiniert werden, sofern dies die Fördervorschriften der anderen Programme zulassen und die Gesamtsumme der Fördermittel die Summe der Gesamtkosten nicht übersteigt.

Kombinationen mit den Maßnahmen zur Energieeffizienz und Barrierereduktion aus dem schleswig-holsteinischen Zuschussprogramm private Vermieterinnen oder Vermieter und Selbstnutzerinnen oder Selbstnutzer sind ebenfalls möglich. Allerdings kann für dieselbe Maßnahme weder zeitgleich noch zeitlich versetzt ein Zuschuss aus dem Zuschussprogramm private Vermieterinnen oder Vermieter und Selbstnutzerinnen oder Selbstnutzer genommen werden (d. h. keine Doppelförderung derselben Maßnahme).

Vor Antragstellung sollten Sie sich über geeignete Einbruchschutzmaßnahmen für Ihr Wohnobjekt informieren. 

Ein Zuschuss kann nur gewährt werden, wenn Sie mit dem Vorhaben noch nicht begonnen haben. Sobald die geplanten Maßnahmen von der IB.SH bewilligt sind und Sie den Zuwendungsbescheid erhalten haben, können Sie mit dem Vorhaben beginnen. Planung und ggf. vorbereitende Erstellung von Gutachten, insbesondere die energetische Bewertung gelten nicht als Beginn des Vorhabens, somit sind die Durchführung und Finanzierung dieser Arbeiten bereits vor Erteilung des Zuwendungsbescheides zulässig.

Sie erhalten den Zuschuss nach Durchführung der Maßnahmen und Einreichung des Auszahlungsantrages, sowie des Verwendungsnachweises bei der IB.SH. Er wird in einer Rate ausbezahlt.

Weitere Fragen

Können Sie pro Wohnobjekt/Wohneinheit mehrfach Anträge auf Förderung zum Einbruchschutz stellen?

Eine mehrfache Antragstellung auf Förderung zum Einbruchschutz ist grundsätzlich möglich, auch für diejenigen, die bereits eine Förderung nach dem bisherigen schleswig-holsteinischen Einbruchschutzprogramm erhalten haben. Allerdings muss jeder Antrag Investitionskosten in Höhe von mindestens 1.000 Euro aufweisen und die Gesamtsumme der Zuschusshöhe aller Anträge pro Wohnobjekt/Wohneinheit darf zusammen insgesamt 1.500 Euro nicht überschreiten. Die Fördermittel des Landes stehen nur in einem begrenzten Umfang zur Verfügung. Ziel ist es, mit dem Einbruchschutzprogramm möglichst viele Eigentümerinnen und Eigentümer von selbst genutztem Wohneigentum zu erreichen und bei der Sicherung gegen Einbrüche zu unterstützen.

Müssen die Arbeiten von dem Fachunternehmen ausgeführt werden, das die Bestätigung im Antrag abgegeben hat?

In dem Antrag zum Einbruchschutzprogramm werden die Kosten aus dem Kostenvoranschlag von dem Unternehmen angegeben, das Sie für die Durchführung Ihrer Maßnahmen zum Einbruchschutz beauftragen wollen. Dieses Unternehmen bestätigt die Richtigkeit der Kosten und führt die Maßnahmen auch durch. Sofern ein anderes Unternehmen die Arbeiten durchführen soll, muss ein neuer Antrag gestellt werden, in dem dieses Unternehmen die Richtigkeit der Kosten bestätigt.

Ist die Durchführung der Maßnahme ganz oder in Teilen auch in Eigenleistung förderfähig?

Eigenleistungen und selbsterbrachte Materialkosten sind nicht förderfähig. Für die Durchführung der Maßnahmen muss ein Fachunternehmen beauftragt werden.

Werden Maßnahmen finanziert, wenn das Verfahren zum Erwerb einer neuen Immobilie noch nicht abgeschlossen ist?

Die Antragstellung und Förderung sind grundsätzlich möglich, wenn der Erwerb einer neuen Immobilie zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht abgeschlossen ist. Entsprechende Nachweise, die belegen, dass Sie sich im Verfahren des Erwerbs einer Immobilie befinden, müssen dem Antrag beigefügt werden. Bevor die Auszahlung des Zuschusses erfolgen kann, ist es erforderlich, dass Sie den Kaufvertrag und einen Auszug aus dem Grundbuch als Nachweis Ihrer Eigentümerschaft der Immobilie bei der IB.SH nachreichen. Die Auszahlung des Zuschusses kann nur erfolgen, wenn diese Nachweise bei der IB.SH vorliegen.

Steuerlicher Hinweis

Handwerkerleistungen gemäß § 35a Einkommenssteuergesetz sind bei geförderten Maßnahmen grundsätzlich nicht absetzbar.