Handwerker montiert Solarpaneele auf Dach

Solarenergie

Solarenergie - Die Kraft der Sonne nutzen

Für die Energiewende ist der Einsatz von Photovoltaik sinnvoll und notwendig. Ihre niedrigen Gestehungskosten leisten einen kostengünstigen Beitrag zum Ausbau der Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien. Die Nutzung der Photovoltaik dient dem Klimaschutz und der Versorgungssicherheit. Und im Wärmesektor bietet die Freiflächen-Solarthermie eine sehr gute Möglichkeit, auf fossile Brennstoffe zu verzichten.


Photovoltaik für Ihre Kommune strategisch langfristig einsetzen

Warum sollten Sie sich als Kommune mit dem Thema Photovoltaik beschäftigen?

Auf dem Gebiet Ihrer Kommune werden Freiflächensolarparks geplant? Ihre Kommune möchte sich einem Solarpark beteiligen? Ihre Kommune überlegt auf öffentlichen Liegenschaften Dachflächen für die Erzeugung von Solarstrom zu verwenden?

Als Kommune können Sie verschiedene Einbindungsmöglichkeiten andenken: die Frage von Zuwendungen oder Pachteinnahmen bis hin zum Eigenbetrieb, z. B. über das Stadt- oder Gemeindewerk ist möglich. Photovoltaik ist dabei ein Thema, das in besonderem Maße Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit miteinander verbindet. Diese Wirtschaftlichkeit kann besonders an den gesunkenen Stromgestehungskosten festgemacht werden:

Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein

Aktuell liegen die Stromgestehungskosten bei Photovoltaikfreiflächenparks bei etwa 5 Cent/kWh. Dabei eröffnen sich neue Anwendungsfelder, die vor ein paar Jahren noch nicht denkbar waren: Erneuerbare Wärme, E-Mobilität und Erzeugung von grünem Wasserstoff.

Was sollten Kommunen besonders bedenken?

Bei Solardachanlagen gibt es eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, so dass die spezifischen Investitionskosten hier stark zwischen 900 bis 1.500 Eurp/kW variieren können. Man sieht: Photovoltaik ist – bei der Einfachheit der Technik – gleichwohl ein Thema, das viele Facetten hat und beratungsintensiv ist.

Haben Sie Fragen oder ein konkretes Anliegen, welches wir gemeinsam mit Ihnen besprechen können? Im Rahmen von EKI informiert die IB.SH Energieagentur Kommunen kostenfrei umfassend zum Thema Solarenergie.

    • Der Bundestag hat am 22. Juni 2021 beschlossen, dass Standortgemeinden von Photovoltaik-Freiflächenanlagen Zuwendungen von bis zu 0,2 Cent pro Kilowattstunde erhalten können. Dazu müssen diese Vorhaben innerhalb des EEG realisiert werden. Das bedeutet, dass ein Hektar an PV-Fläche der Gemeinde etwa 2.000 Euro an Einnahmen jährlich ermöglicht, ohne dass sie am Betrieb des Projektes beteiligt ist.
  • Eine wirtschaftliche Betätigung der Gemeinden im Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge muss die in § 101 Abs. 1 GO SH verankerte Schrankentrias – Daseinsvorsorge, Leistungsfähigkeitsklausel und Subsidiaritätsklausel – berücksichtigen. Innerhalb dieses Rahmens ist es Kommunen erlaubt, gewerblich tätig zu werden.
  • Der Markt für kleine Solaranlagen funktioniert aus verschiedenen Gründen anders als der Markt für Freiflächenanlagen:
    • Die Wirtschaftlichkeit bemisst sich wesentlich danach, in welchem Maße die Stromproduktion für den Eigenverbrauch bzw. die Stromeinspeisung verwendet werden können. Damit lassen sich tendenziell höhere relative Erlöse erzielen als bei Freiflächenanlagen.
    • Die beteiligten Zulieferer benötigen höhere Preise als bei Freiflächenanlagen, damit sich diese kleinen Vorhaben für sie lohnen.
    • Bei den relativ kleinen Größenordnungen ist es eher üblich, dass auf eine Fremdfinanzierung verzichtet wird.