Trendsetter mit Kreativität und Leidenschaft

Unternehmensgründung

Trendsetter mit Kreativität und Leidenschaft

Es gibt Menschen, denen man sofort anmerkt, dass sie für ihren Beruf brennen. Zu dieser Art Mensch gehört auch Lasse Will – sonst wäre der Friseurmeister wohl auch kaum da, wo er heute steht: Mit gerade einmal 28 Jahren betreibt er bereits drei Salons – und möchte noch weiter expandieren.

Bereits 2015 eröffnete er seinen ersten kleinen Laden in Büsum. „Damals hatte ich bereits sechs Jahre als Friseur gearbeitet. Dann kündigte sich mein erstes Kind an. Da man als angestellter Friseur oft schlecht verdient, ich aber weiter in meinem Beruf  arbeiten und gleichzeitig meine Familie ernähren können wollte, entschied ich mich für den Schritt in die Selbstständigkeit“, erzählt er. Ein glücklicher Zufall wollte es, dass genau zu diesem Zeitpunkt ein kleiner Salon im Büsumer DRK­-Heim leer stand. „Die Miete war günstig, und ich konnte den Laden so, wie er war, übernehmen“, erinnert sich Lasse Will. Perfekte Startvoraussetzungen für den Gründer. Bereits vier Monate nach der Eröffnung stellte er dann seinen ersten Lehrling ein, und schnell wuchs der Wunsch, das Geschäft zu erweitern. Die Chance dazu bekam Lasse Will im September 2016. „Das Büsumer Hotel Friesenhof hatte damals angebaut, und zufällig hatte man dort gehört, dass ich mich vergrößern will. So konnte ich in den neuen Räumlichkeiten einen zweiten Salon eröffnen. Was mir dafür allerdings noch fehlte, war die Einrichtung.“

Rund 25.000 Euro benötigte der Friseur, um sich seinen Traum von einem zweiten Standbein zu erfüllen. „Mein erster Laden schrieb damals bereits sehr gute Zahlen, aber da ich erst seit etwa anderthalb Jahren selbstständig war, war es nicht einfach, die Finanzierung zusammenzustellen“, erzählt er. Über die IB.SH erhielt er schließlich von der KfW einen Gründerkredit im Rahmen des von der EU unterstützten ERP­-Programms. Schnell stellte sich auch am zweiten Standort der Erfolg ein, sodass Lasse Will 2018 sein drittes Projekt in Angriff nahm: einen weiteren Salon in Meldorf, der schließlich im Januar 2019 seine Eröffnung feierte. Auch hier griff ihm die IB.SH unter die Arme – dieses Mal mit einem Förderdarlehen über 30.000 Euro. Entstanden ist etwas für die 7.500-­Seelen­-Gemeinde völlig Neues: Mit einem trendigen Szene­ Laden sprechen Will und seine zwei Meldorfer Mitarbeiterinnen vor allem junge Kundinnen und Kunden an. „Da es bereits verhältnismäßig viele Friseure in Meldorf gab und wegen der relativ niedrigen Mietpreise immer mehr junge Leute hier herziehen, habe ich mich für dieses Konzept entschieden“, so der Friseurmeister. 

Seit 2009 arbeitet Lasse Will als Friseur - seit 2015 ist er selbstständig. | Foto: Anna Leste-Matzen
Über die IB.SH erhielt er Lasse Will von der KfW einen Gründerkredit im Rahmen des von der EU unterstützten ERP­-Programms.
Fußboden, Wände, Decken: Das Ambiente des Meldorfer Salons hat der Chef selbst entworfen. | Foto: Anna Leste-Matzen

Das trendige und trotzdem gemütliche Ambiente für den Salon hat Lasse Will komplett selbst entworfen – vom dunklen, warmen Holzfußboden und den Wänden mit moderner Ziegeloptik­Tapete über die ausgefallene Decke im Mosaik­Stil bis hin zum hellen Tresen, an dem die Mitarbeiterinnen kostenlose Getränke für die Kundinnen und Kunden anbieten. „Ein guter Friseur muss vor allem eines haben“, sagt der Unternehmer: „eine untrügliche Menschenkenntnis. Wenn neue Kundinnen oder Kunden zu mir kommen, müssen sie erst einmal viel von sich erzählen: was sie beruflich machen, was ihre Hobbys sind und so weiter. Das mag im ersten Moment  komisch wirken, ist aber ungemein wichtig, um einschätzen zu können, welcher Stil wirklich zu ihnen passt.“ Die Geschäfte in Meldorf laufen mittlerweile so gut, dass Will seinen Mitarbeiterinnen das Ruder komplett überlassen hat. Er selbst widmet sich währenddessen seiner Kundschaft in Büsum – und einem weiteren Projekt: einem vierten Laden in Marne. 

(Stand 2019)

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