Förderbeispiel

In drei Phasen zu nachhaltigen Investitionen

Investitionen in die Infrastruktur sind Investitionen in die Zukunft – und eine gute Infrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor. Daher ist der Bedarf an Neubau, Ausbau, Modernisierung und Sanierung groß. Doch die finanzielle Lage vieler Kommunen ist angespannt. Gefragt sind deshalb neben einer individu ellen Beratung vor allem Realisierungskonzepte, die starke Partner miteinbeziehen, und eine professionelle Begleitung des jeweiligen Vorhabens von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Genau das leistet das Infrastruktur-Kompetenzzentrum der IB.SH. 


Die Herausforderung

Eine wichtige Basis für Investitionsentscheidungen sind Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen. Im Auftrag seiner Kunden führt das Infrastruktur-Kompetenzzentrum der artige Untersuchungen für unterschiedliche Investitionsvorhaben durch – zum Beispiel für das Ostseebad Heikendorf. Dort ist die Grund- und Gemeinschaftsschule stark sanierungsbedürftig. Es gibt bauliche Mängel, außerdem sind in dem Gebäude Anpassungen an geänderte Nutzungsanforderungen nicht möglich.

Fragen über Fragen

  • Ist eine Sanierung überhaupt sinnvoll, oder wäre für die Gemeinde ein Neubau zweckmäßiger und wirtschaftlicher?
  • Soll ein möglicher Neubau in Eigenregie der Gemeinde oder mit einem Partner aus der Wirtschaft als Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) durchgeführt werden?
  • Können für das Vorhaben Fördermittel in Anspruch genommen werden?
  • Wie sieht das gesamte Finanzierungskonzept aus, und welche Auswirkungen ergeben sich in der Zukunft für den Gemeindehaushalt?

Um solche Fragen geht es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Infrastruktur-Kompetenzzentrums der IB.SH bei der Vorbereitung von Investitionsentscheidungen.

Die Leistungen des Infrastruktur-Kompetenzzentrums der IB.SH

Vorbereitung und Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen durch

  • Frühphasenberatung
  • Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und Variantenvergleiche
  • Finanzpläne und Amortisationsberechnungen

 
Begleitung von Projekten im Bereich von Partnerschaftsmodellen durch

  • Entwicklung individueller, nachhaltiger Beschaffungsalternativen und Finanzierungskonzepte
  • Finanzierungsberatung im Rahmen von Vergabeverfahren

In drei Phasen zum Infrastrukturprojekt

Phase 1

Im ersten Schritt wird für die Kunden untersucht, ob ein Vorhaben wirtschaftlich sinnvoll ist. Am Ende dieser Phase steht die Entscheidung: Welche Maßnahme soll weiter verfolgt werden? In Heikendorf stimmte die Mehrheit der Gemeindevertretung für einen Neubau der Grund- und Gemeinschaftsschule an einem neuen Standort. Der alte Standort soll zukünftig städtebaulich anders genutzt werden.

Phase 2

Wenn klar ist, welche Maßnahme umgesetzt werden soll, folgen die nächsten Schritte: Eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung , anschließend gegebenenfalls die Begleitung eines Vergabeverfahrens und die abschließende Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. So auch im Falle von Heikendorf. Es wurden zwei Varianten gegenübergestellt:

  1. Die Gemeinde plant und realisiert den Schul-Neubau in Eigenregie und kümmert sich anschließend selbst um die Bewirtschaftung des Gebäudes.
  2. Ein privater Partner kommt ins Boot und übernimmt die Verantwortung für die Realisierung und die Bewirtschaftung des Schul-Neubaus für 25 Jahre.

Variante 2 stellte sich als vorteilhaft heraus, und die Gemeinde entschied sich, zur Weiterverfolgung dieser Realisierungsvariante. 

Phase 3

Ende 2015 wurde mit einer europaweiten Auftragsbekanntmachung ein öffentliches Vergabeverfahren für den Neubau gestartet. Interessierte Unternehmen wurden aufgefordert, sich mit Nachweis ihrer fachlichen und finanziellen Eignung für das Vorhaben zu bewerben. Nach Abschluss des Auswahlverfahrens wurden die ausgewählten Unternehmen gebeten, Angebote einschließlich baulicher Entwürfe abzugeben. Die Angebote werden geprüft und bewertet, und am Ende entscheidet die Gemeinde Heikendorf, welcher private Partner den Zuschlag bekommt.  

Ihre Ansprechpartner im Infrastruktur-Kompetenzzentrum