IB.SH


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Glossar

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A

Abrufantrag

Der Abrufantrag ist ein Antrag zur Auszahlung von bewilligten Fördermitteln. Er ist in der Regel an eine bestimmte Form gebunden.

Abschluss

Als Abschluss bezeichnet man einerseits die endgültige Vereinbarung über ein Geschäft (Vertragsabschluss) und andererseits den Jahresabschluss eines Unternehmens (Bilanz).

Abschreibung

Der Wert von bestimmten Anlagegütern (z.B. Gebäude, Maschinen, Computer) mindert sich durch Nutzung, technischen Fortschritt, natürlichen Verschleiß und außergewöhnliche Ereignisse.

Durch Abschreibungen werden diese Wertminderungen der betrieblichen Vermögensgegenstände erfasst. Anhand einer statistischen Lebensdauer des Gutes kann ein Abschreibungssatz ermittelt und dem Wirtschaftsgut zugeordnet werden, sodass zum Ende einer Abrechnungsperiode der verminderte Wert ausgewiesen wird. Abschreibungen sind betriebliche Kosten und schmälern den Gewinn vor der Versteuerung. Die Abschreibung wird auch AfA (Absetzung für Abnutzung) genannt.

Abtretung

Abtretung bedeutet die Übertragung einer Forderung gegen einen Dritten durch den bisherigen Gläubiger. Durch die Abtretung wechselt der Gläubiger einer Forderung. Der bisherige Gläubiger wird als Zedent bezeichnet, der neue Gläubiger als Zessionar. Der Zedent verliert das Recht, die Forderung vom Schuldner zu verlangen, der Zessionar erwirbt es.

Die Abtretung wird auch als Zession bezeichnet.

Abtretungsverbot

Das Abtretungsverbot schließt die Abtretung von Forderungen an Dritte aus.

Abzinsung

Die Abzinsung ist eine Verzinsungsform, bei der der Nennwert zum Beispiel eines Sparbriefs um Zinsen und Zinsenzinsen verringert wird. Angelegt wird ein niedrigerer, abgezinster Betrag. Ausgezahlt wird am Ende der Laufzeit der Nennwert.

AfA (Absetzung für Abnutzung)

AfA ist der bei Finanzbehörden und im Steuerrecht gebräuchliche Begriff für Abschreibung.

Der Wert von bestimmten Anlagegütern (z.B. Gebäude, Maschinen, Computer) mindert sich durch Nutzung, technischen Fortschritt, natürlichen Verschleiß und außergewöhnliche Ereignisse.

Durch Abschreibungen werden diese Wertminderungen der betrieblichen Vermögensgegenstände erfasst. Anhand einer statistischen Lebensdauer des Gutes kann ein Abschreibungssatz ermittelt und dem Wirtschaftsgut zugeordnet werden, sodass zum Ende einer Abrechnungsperiode der verminderte Wert ausgewiesen wird. Abschreibungen sind betriebliche Kosten und schmälern den Gewinn vor der Versteuerung.

AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen)

Die AGB sind vorformulierte Vertragsbedingungen.

Agglomeration

Ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet mehrerer Gemeinden um eine Kerngemeinde mit starkem urbanem Charakter wird als Agglomeration bezeichnet. Ein Kennzeichen ist die starke Pendlerverflechtung mit dem Umland.

Aktivgeschäfte

Aktivgeschäfte werden auf der Aktivseite der Bilanz dargestellt. Bei Kreditinstituten bezeichnet man als Aktivgeschäft die Summe der Forderungen aus dem Kreditgeschäft.

Amortisation

Die Amortisation bezeichnet den Prozess, wonach anfängliche Aufwendungen für ein Projekt durch die entstehenden Erträge gedeckt werden.

Änderungsvertrag

Ein Änderungsvertrag kommt durch ein Angebot und eine entsprechende Annahme zustande, also wie jeder Vertrag durch übereinstimmende Willenserklärungen. Mit dem Abschluss des Änderungsvertrags zum Darlehensvertrag gelten für letzteren die neu vereinbarten Konditionen.

A

Anlagenkredit

Der Anlagenkredit ist ein langfristiger Kredit, der für die Finanzierung von Investitionen in langfristig gebundenes Kapital (z.B. Grundstücke, maschinelle Ausrüstung) aufgenommen wird. Daher wird er auch als Investitionskredit bezeichnet.

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen ist der Teil des Vermögens, der dazu bestimmt ist, dauernd dem Unternehmen zu dienen. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Grundstücke, Gebäude, Maschinen oder Finanzanlagen. Das Pendant ist das Umlaufvermögen.

Anleihe

Anleihe ist die Sammelbezeichnung für fest oder variabel verzinsliche Wertpapiere mit längerer Laufzeit und vertraglich fixierter Tilgung.

Annuität

(von lat. Annus=Jahr)

Annuität ist der Betrag, der sich aus Zins und Tilgung zusammensetzt und vom Schuldner zu zahlen ist. Es gibt zwei Formen von Annuitäten:

1. Feste Annuität: Festbetrag, bei dem der Zinsanteil laufend abnimmt und die Tilgung laufend zunimmt (Annuitätsdarlehen).

2. Variable Annuität: Festbetrag für die Tilgung mit abnehmenden Zinsanteil, wodurch sich der Betrag laufend verringert (Tilgungsdarlehen).

Annuitätsdarlehen

Ein Darlehen, das mit einer der Höhe nach gleichbleibenden Kreditrate zurückzuzahlen ist, bezeichnet man als Annuitätsdarlehen. Während der Laufzeit nimmt innerhalb der Rate der Zinsanteil ab und der Tilgungsanteil zu.

Anstalt des öffentlichen Rechts, rechtsfähige

Rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts sind von einem oder mehreren Trägern der öffentlichen Verwaltung errichtete Verwaltungseinheiten mit eigener Rechtspersönlichkeit, die mit einem Bestand an sachlichen Mitteln und Dienstkräften Aufgaben der öffentlichen Verwaltung erfüllen. Für die rechtsfähige Anstalt handeln die auf Grund einer Rechtsvorschrift dazu berufenen Organe.

Anstaltslast

Die Anstaltslast beinhaltet die Pflicht des öffentlich-rechtlichen Trägers einer rechtsfähigen Anstalt, deren Funktionsfähigkeit bzw. wirtschaftliche Basis dauerhaft sicherzustellen und zu diesem Zweck insbesondere finanzielle Zuwendungen zu tätigen, wenn dies zur Erreichung dieses Ziels erforderlich ist. Die Anstaltslast begründet eine Verpflichtung des Staates im (Innen-) Verhältnis zur Anstalt. Sie steht damit im Gegensatz zur Gewährträgerhaftung, der zufolge der Staat für die Verbindlichkeiten der Anstalt nach außen haftet. Für die IB SH trägt das Land Schleswig-Holstein die Anstaltslast.

Auflassung

Auflassung bezeichnet die Einigung zwischen Verkäufer und Käufer einer Immobilie über den Eigentumsübergang. Die Auflassung wird in der Regel im Rahmen des Kaufvertrages von einem Notar beurkundet. Auflassung und Eintragung des Eigentumswechsels im Grundbuch bewirken den Eigentumsübergang.

Ausfallbürgschaft

Die Ausfallbürgschaft ist eine Form der Bürgschaft, bei welcher der Gläubiger den Bürgen nur in Anspruch nehmen kann, wenn er einen Verlust bei der Forderung nachweisen kann. Im Gegensatz dazu steht die "Bürgschaft auf erstes Anfordern", bei der eine Inanspruchnahme des Bürgen ohne weitere Voraussetzungen erfolgen kann.

Ausfallrisiko

Ein Ausfallrisiko stellt die drohende Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers vor Rückzahlung des Kredits dar. Zur Verringerung dieses Risikos für das Kreditinstitut werden vom Kreditnehmer Sicherheiten gestellt.

Auszahlungskurs

Darlehen werden entweder in volle Höhe des Darlehensbetrages, also zu 100%, oder zu einem geringeren Auszahlungskurs ausgezahlt. Dieser Auszahlungsabschlag wird als Disagio oder Damnum bezeichnet.

Aval(kredit)

Der Avalkredit ist die Übernahme einer Bürgschaft oder Garantie durch die Bank für Verbindlichkeiten eines Kunden. Dies ist eine Sonderform des Kreditgeschäfts.

B

BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)

Die BaFin wurde im Mai 2002 gegründet und umfasst die drei ehemaligen Aufsichtsämter für das Kreditwesen, das Versicherungswesen und den Wertpapierhandel. Übergeordnetes Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit, Stabilität und Integrität des gesamten Finanzsektors in Deutschland sicherzustellen. Hieraus lassen sich zwei weitere Ziele ableiten: Zum einen die Sicherheit und Zahlungsfähigkeit von Banken, Finanzdienstleitungsinstituten und Versicherungsunternehmen (Solvenzaufsicht), zum anderen der Schutz der Kunden und Anleger (Marktaufsicht).

Bankgeheimnis

Das Bankgeheimnis umfasst die Pflicht der Kreditinstitute, Auskünfte über persönliche, wirtschaftliche und spezielle finanzielle Verhältnisse ihrer Kunden an Dritte nicht weiterzuleiten (=Geheimhaltungspflicht).

Bankübliche Besicherung

Zur banküblichen Besicherung zählen zum Beispiel Grundschulden, Sicherungsübereignung von Maschinen, Bürgschaften und privates Vermögen. Der genaue Umfang dieser Sicherheiten wird im Rahmen der Kreditverhandlungen zwischen dem Kreditnehmer und der Bank vereinbart.

Beihilfewert

Beihilfen (= Subventionen) sind Begünstigungen von Unternehmen durch staatliche Mittel. Der Beihilfewert, auch Subventionswert genannt, ist die Höhe der in einem Förderprodukt enthaltenen Vergünstigung.

Belegungsbindung

Im Falle der Gewährung von Fördermitteln aus der Sozialen Wohnraumförderung ist das Wohnungsunternehmen verpflichtet, die geförderten Wohnungen nur einem bestimmten Personenkreis zur Verfügung zu stellen.

Beleihungswert

Der Wert, bis zu dem ein Vermögensgegenstand maximal zu Sicherungszwecken genutzt werden kann, wird als Beleihungswert bezeichnet. Der Beleihungswert soll grundsätzlich nicht höher sein als der am Markt erzielbare Erlös des Beleihungsobjektes. Außerdem sollte ein Sicherheitsabschlag wegen möglicher Wertverluste, Mindesterlöse und Verwertungskosten im Verwertungsfall berücksichtigt werden.

Beteiligungen

Unter dem Begriff Beteiligung versteht man den Erwerb und Besitz von Anteilen am Kapital anderer Unternehmen, um z.B. Einfluss auf diese Unternehmen nehmen zu können oder eine Verflechtung mit diesen zu bewirken. Ziele solcher Beteiligungen können beispielsweise eine breitere Risikoverteilung, die Sicherung der Produktbeschaffung oder verbesserte Absatzmöglichkeiten sein.

Beteiligungsgesellschaften, aber auch Privatpersonen, vergeben Beteiligungskapital und unterstützen damit z.B. Existenzgründer oder junge Unternehmern. Das Beteiligungskapital erhöht das Eigenkapital der Unternehmen und verbessert dadurch die Möglichkeit der Kreditaufnahme.

Betriebsmittel

Zu den Betriebsmitteln werden alle Gegenstände gezählt, die unmittelbar zur Herstellung oder Fertigung von Produkten dienen, allerdings nicht direkt ins Endprodukt mit einfließen.

Betriebsmittelkredit/-darlehen

Ein kurzfristiger Kredit zur Finanzierung des Umlaufvermögens eines Unternehmens, bei dem feste Zins- und Tilgungsraten vorliegen, nennt man Betriebsmittelkredit bzw. -darlehen.

Betriebsstätte

Als Betriebsstätte bezeichnet man jede feste Geschäftseinrichtung, die der Tätigkeit eines Unternehmens dient.

Bilanz

Die Bilanz ist eine Gegenüberstellung von Aktiva (Mittelverwendung) und Passiva (Mittelherkunft) eines Unternehmens.

Bonität

Die Bonität ist der Maßstab für die Kreditwürdigkeit, beispielsweise von Kreditnehmern.

Bürgschaft

Eine Bürgschaft ist eine rechtsverbindliche Erklärung eines Dritten gegenüber einem Gläubiger, im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners für dessen Verbindlichkeiten aufzukommen, z.B. einen Bankkredit zurückzuzahlen.

Businessplan

Ein Businessplan ist ein Arbeitspapier, das Ziele und Strategien eines Unternehmens mit den grundsätzlichen Voraussetzungen, Vorhaben und Maßnahmen für einen bestimmten Zeitrahmen beinhaltet. Zu einem vollständigen Businessplan gehören die Beschreibung des Vorhabens/der Geschäftsidee, eine Markt- und Konkurrenzanalyse, die Ertragsvorschau, eine Liquiditätsplanung sowie eine Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplanung.

C

Cashflow

Der Cashflow gibt an, welche im Geschäftsjahr selbst erwirtschafteten Mittel dem Unternehmen für die Finanzierung von Investitionen, Schuldentilgung und Gewinnausschüttung zur Verfügung stehen.

Compliance

Die Kreditinstitute haben dafür zu sorgen, dass Geschäfte ihrer Mitarbeiter mit Wertpapieren, fremden Währungen oder Edelmetallen nicht gegen Interessen der Bank/Sparkasse und deren Kunden verstoßen. Zum Schutz der Anleger und zur Vermeidung von Interessenkonflikten haben deshalb die Kreditinstitute unter Beachtung der Leitsätze für Mitarbeitergeschäfte Regelungen über solche Geschäfte zu treffen und die Einhaltung der Leitsätze zu überwachen. Mit diesen Regeln soll Vertrauen in den jeweiligen Kapitalmarkt bzw. zu den Marktteilnehmern geschaffen bzw. erhalten werden. In vielen Banken gibt es mittlerweile Compliance-Abteilungen, die die vertrauliche Behandlung von Informationen, zum Beispiel auch von Kunden, in den relevanten Abteilungen überwachen sollen und insbesondere Verstöße durch Insiderwissen vorbauen sollen.

D

Damnum

Die Differenz zwischen Nennbetrag und Auszahlungsbetrag bei der Gewährung eines Darlehen wird als Damnum bzw. Disagio bezeichnet.

Darlehen

Ein Darlehen ist ein schuldrechtlicher Vertrag. Der Gläubiger überlässt dem Darlehensschuldner eine bestimmte Geldsumme, die zu einem bestimmten Zeitpunkt oder zu verschiedenen Zeitpunkten zurückzuzahlen ist (Tilgung). Neben der Tilgung sind vom Schuldner auch Zinsen zu erbringen.

De-minimis-Beihilfen

De-minimis-Beihilfen sind aus staatlichen Mitteln gewährte Vergünstigungen, die aus Sicht der Europäischen Kommission aufgrund ihrer geringen Höhe nicht geeignet sind, den Wettbewerb zu verfälschen und den Handel zwischen den Mitgliedstaaten zu beeinträchtigen. Aus diesem Grund müssen sie von der Europäischen Kommission nicht genehmigt werden.

Debitoren

Debitor ist allgemein die Bezeichnung für Schuldner. In der Bankbilanz bezeichnet der Begriff die an Kunden vergebenen Kredite.

Durchfinanzierung

Die Durchfinanzierung meint die vollständige Finanzierung eines Investitionsvorhabens. Dies reicht von der Planung bis zur Fertigstellung des Vorhabens und geschieht auf der Grundlage eines durch die Bank bestätigten Finanzierungsplanes. Voraussetzung für die Gewährung öffentlicher Finanzierungshilfen ist die Sicherstellung der Gesamtfinanzierung des Vorhabens.

Durchgeleiteter Kredit

Ein durchgeleiteter Kredit ist ein Investitionskredit, der von Kreditinstituten durch die Weitergabe von zweckgebundenen, fremden Mitteln an einen Endkreditnehmer bereitgestellt wird. Die Fördermittel stammen zum Beispiel von der KfW oder der Landwirtschaftlichen Rentenbank und werden seitens der Hausbanken an die Endkreditnehmer weitergeleitet. Dies geschieht in der Regel im eigenen Namen und für eigene Rechnung, so dass die Hausbank ganz oder teilweise das Kreditrisiko trägt.

E

Early Stage Financing

Das so genannte Early Stage Financing bezeichnet die Finanzierung der Frühphasenentwicklung eines Unternehmens, beginnend mit der Finanzierung des Konzepts bis zum Start der eigentlichen Produktion oder Vermarktung.

Effektiver Jahreszins

Der effektive Jahreszins ist die Zinsangabe in Prozent, die die Gesamtbelastung einer Darlehensaufnahme angibt. Alle preisbestimmenden Faktoren werden berücksichtigt (z.B. Nominalzins, Tilgungssatz, und Vermittlungsprovision).

EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung)

Strukturfonds der Europäischen Union, der den wirtschaftlichen Aufholprozess der weniger entwickelten europäischen Regionen unterstützen soll.

EIF (Europäischer Investitionsfonds)

Der Europäische Investitionsfonds unterstützt KMUs in Europa durch Risikokapitalfinanzierung und Garantien.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist der Teil des Gesamtkapitals eines Unternehmens, der im Gegensatz zum Fremdkapital von den Gesellschaftern selbst in den Betrieb eingebracht wird. Dabei kann es sich um bare Eigenmittel und/oder Sacheinlagen, ebenso wie um nicht entnommene Gewinne handeln.

Eigenleistungen

Eigenleistungen sind Leistungen, die vom Bauherrn im Rahmen seines Bauvorhabens selbst erbracht werden, z.B. Anstreichen, Tapezieren, Erstellen von Außenanlagen oder auch das Einbringen des Grundstücks.

Eigentumsmaßnahmen

In der Sozialen Wohnraumförderung werden Eigentumsmaßnahmen, wie der Neubau/Ersterwerb eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung sowie der unter wesentlichem Bauaufwand durchgeführte Ausbau oder die Erweiterung eines Eigenheims, gefördert.

Einkommen

Geldbeträge und/oder sonstige Leistungen, die einer Person bzw. einem Haushalt auf Grund von Arbeit oder Vermögen in einem bestimmten Zeitraum zufließen, werden unter dem Begriff Einkommen zusammengefasst. Einkommen und der Nachweis von Eigenkapital bilden die Basis für jedes Finanzierungsmodell.

Endfälliges Darlehen

Ein endfälliges Darlehen wird am Ende der Laufzeit in einem Betrag zurückgezahlt. Folglich sind während der Laufzeit nur Zinsen und keine Tilgung zu zahlen (siehe auch Festdarlehen).

Eventualverbindlichkeit (Haftungsverhältnisse)

Eventualverbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten (Schulden), bei denen ungewiss ist, ob und wann sie zur Entstehung kommen (z.B. Bürgschaften oder Garantien).

Eventualverbindlichkeiten werden in der Bilanz i. d. R. "unterm Strich" ausgewiesen. Das bedeutet, sie sind nicht in die eigentliche Bilanz, sondern als Zusatzerläuterung zu dieser aufzunehmen.

Ewige Anleihe

Eine Verbindlichkeit (z.B. ein Darlehen), für die eine Rückzahlung nicht vorgesehen ist, bezeichnet man als ewige Anleihe.

Existenzgründung

Als Existenzgründung bezeichnet man die Aufnahme einer beruflich selbstständigen Tätigkeit durch eine natürliche Person. Per Definition erfolgt sie in Form einer Neugründung, einer Betriebsübernahme oder durch Franchising.

F

Faule Kredite

Als faule Kredite werden Darlehen bezeichnet, die aus Sicht des Kreditgebers mit einem sehr hohen Ausfallrisiko verbunden sind bzw. bei denen nicht mit einer Rückzahlung zu rechnen ist. Von besonderer Bedeutung sind faule Kredite wegen des Abschreibungsbedarfs in der Bilanz von Banken.

Faule Kredite waren eine der wesentlichen Ursachen für die globale Finanzkrise ab dem Jahr 2007.

Festdarlehen

Ein Darlehen, dessen Rückzahlung am Ende der Laufzeit in einer Summe vorgenommen wird, bezeichnet man als Festdarlehen (siehe auch endfälliges Darlehen). Während der Laufzeit erbringt der Schuldner lediglich die Zinsleistung. Festdarlehen kommen insbesondere in der Baufinanzierung vor.

Festzins

Ein fest vereinbarter Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum des Darlehens/der Geldanlage, unabhängig von Marktschwankungen, ist ein Festzins. Das Gegenteil ist der variable Zinssatz.

Finanzierung

Die Finanzierung ist die Summe aller Maßnahmen zur Beschaffung von Eigenkapital und Fremdkapital zum Zwecke der Durchführung unternehmerischer Vorhaben (insbesondere Investitionen).

Finanzierungshilfe

Finanzierungshilfen sind staatlich geförderte Kredite oder Zuschüsse, zum Beispiel für Existenzgründer.

Finanzierungsplanung

Die Finanzierungsplanung ist in der Regel ein Teil des Businessplans. Sie dient der Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben und soll so helfen, die zukünftige Liquidität eines Unternehmens zu beurteilen.

Fördermittel

Fördermittel sind Zuwendungen aus öffentlichen Haushalten (Bund, Land, EU), die zur Unterstützung spezieller wirtschaftlicher oder sozialer Zwecke entweder als Zuschüsse oder als zinsgünstige Darlehen (zum Beispiel über die IB SH) vergeben werden.

Forderung

Die Forderung ist das Recht eines Gläubigers, aufgrund eines Rechtsgeschäfts, gesetzlicher Vorschriften oder eines Gerichtsurteils vom Schuldner eine Leistung verlangen zu können. In der Unternehmensbilanz werden Forderungen auf der Aktivseite ausgewiesen. Das Gegenteil ist die Verbindlichkeit.

Franchising

Der Franchise-Nehmer als Käufer übernimmt vom Franchise-Geber eine Lizenz zur selbständigen Führung eines Unternehmens, aber unter dem Firmenzeichen des Franchise-Gebers. Letzterer übernimmt oft zentral den Einkauf und das Marketing.

Freistellungserklärung

Die Freistellungserklärung ist eine Erklärung, die jemand einem anderen gegenüber abgibt. Er verspricht damit, bestimmte gegenwärtige oder zukünftige Verbindlichkeiten, Schäden oder Lasten, die die den anderen betreffen könnten, zu übernehmen.

Fremdkapital

Als Fremdkapital bezeichnet man die Mittel, die nicht aus dem Unternehmen selbst sondern von "außen" kommen, meist von Banken. Das Gegenteil stellt das Eigenkapital dar.

G

Garantie

Die Garantie stellt das unbedingte Versprechen dar, für einen bestimmten Erfolg (z.B. Rückführung einer Verbindlichkeit) einzustehen bzw. einen in der Zukunft liegenden Verlust zu übernehmen. Die Garantie ist im Unterschied zu der im Gesetz geregelten Bürgschaft nicht vom Bestand einer Hauptverbindlichkeit abhängig.

Geldwäsche

Geldwäsche bezeichnet die Einschleusung illegal erwirtschafteten Geldes in den legalen Finanz- und Wirtschaftskreislauf. Ziel der Geldwäsche ist es, Vermögenswerte mit den Mitteln des Finanzmarktes dem Zugriff der Strafverfolgungsorgane zu entziehen und ihren wirtschaftlichen Wert zu erhalten. Geldwäsche ist strafbar. Das Geldwäschegesetz legt den Banken im Geschäftsverkehr daher Kontrollpflichten auf, um Geldwäsche zu verhindern.

Gesamtkapital

Als Gesamtkapital wird die Summe aus Fremd- und Eigenkapital eines Unternehmens bezeichnet.

Gesamtschuldner

Mehrere Darlehensnehmer eines Darlehens haften gegenüber dem Darlehensgeber grundsätzlich gesamtschuldnerisch. Das bedeutet, dass jeder Darlehensnehmer verpflichtet ist, die Leistung in voller Höhe zu erbringen. Der Gläubiger darf die Leistung aber nur einmal fordern.

Geschäftsbanken

Geschäftsbank ist die Bezeichnung für alle universell tätigen Kreditinstitute - im Unterschied zu den Spezialbanken. In der Bundesrepublik Deutschland lassen sich die Geschäftsbanken in drei große Gruppen gliedern:

- Die privaten Geschäftsbanken (Kreditbanken)

- Öffentlich-rechtliche Kreditinstitute, wie Landesbanken bzw. Girozentralen und Sparkassen

- Genossenschaftliche Kreditinstitute, wie Volks- und Raiffeisenbanken

Geschäftsbericht

Der Geschäftsbericht ist die Veröffentlichung eines Unternehmens, in der es Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr ablegt.

Geschäftsfähigkeit

Geschäftsfähigkeit ist die Fähigkeit, ein Rechtsgeschäft wirksam vornehmen zu können. Menschen (natürliche Personen) erreichen die unbeschränkte Geschäftsfähigkeit mit der Vollendung des 18. Lebensjahres.

Gewährleistungsbürgschaft

Die Gewährleistungsbürgschaft stellt u. a. bei Bauaufträgen sicher, dass ein Bürge (z. B. Kreditinstitut, Versicherung) für die Kosten der Beseitigung von innerhalb der Gewährleistungsfrist auftretenden Mängeln einsteht.

Gewährträgerhaftung

Die in Gesetz oder Satzung festgelegte Gewährträgerhaftung begründet eine Verpflichtung des Staates im (Außen-)Verhältnis. Aufgrund dieser haftet der Staat für die Verbindlichkeiten bestimmter juristischer Personen (z.B. Förderinstituten wie der IB SH). Die Gewährträgerhaftung steht damit im Gegensatz zur Anstaltslast.

Die Haftung des Gewährträgers greift nur ein, wenn der Gläubiger keine Befriedigung mehr aus dem Vermögen des Schuldners erlangen kann. Für die IB SH haftet als Gewährträger das Land Schleswig-Holstein.

Gläubiger

Derjenige, dem gegenüber einem Schuldner eine Forderung zusteht, wird als Gläubiger bezeichnet. Der Gläubiger steht in einem Schuldverhältnis zu dem Schuldner, beispielsweise als Kreditgeber. Aufgrund dieses Verhältnisses ist der Gläubiger berechtigt, vom Schuldner eine Gegenleistung (z. B. Kreditrückzahlung, Zinsen) zu verlangen.

Grundbuch

Das Grundbuch stellt ein Verzeichnis aller Grundstücke eines Amtsgerichtsbezirkes dar. Das Grundbuch genießt "öffentlichen Glauben", d. h. es kann sich auf die Richtigkeit einer Grundbucheintragung berufen werden. Zur Einsicht in das Grundbuch ist ein berechtigtes Interesse nachzuweisen. So haben z. B. Kreditinstitute bei der Finanzierung eines Bauvorhabens ein Recht auf Einsicht in das Grundbuch.

Grundpfandrecht

Unter einem Grundpfandrecht ist ein Recht an einem Grundstück zu verstehen, das der Darlehenssicherung dient. Übliche Formen von Grundpfandrechten sind Grundschuld und Hypothek. Das Grundpfandrecht berechtigt den Gläubiger, das betreffende Grundstück bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners zu verwerten.

Grundschuld

Eine Grundschuld ist ein Grundpfandrecht, durch das eine Geldforderung gesichert wird (= Sicherungsgrundschuld). Im Gegensatz zur Hypothek, die immer eine bestehende Forderung voraussetzt, kann die Grundschuld auch isoliert bestehen.

GRW (Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur)

Hierbei handelt es sich um ein Programm zur Förderung der Wirtschaft, das aus Mitteln des Bundes und der Länder gespeist wird. In Abstimmung mit der EU werden strukturschwache Regionen gefördert.

H

Haftung

Ein Schuldner haftet grundsätzlich für vorsätzliches und fahrlässiges Fehlverhalten, also für verschuldetes Verhalten.

Der Schuldner haftet mit seinem gesamten Vermögen.

Zahlt ein Kreditnehmer beispielsweise seinen Kredit nicht zu den ausgemachten Bedingungen zurück und der Bank entsteht dadurch ein Schadens, haftet der Kreditnehmer für den entstandenen Schaden.

Haftungsfreistellung

Bei nicht ausreichenden Sicherheiten des Darlehensnehmers kann die Hausbank in bestimmten Fällen über die IB SH bei der KfW eine anteilige Risikoübernahme beantragen, um das Risiko für die Hausbank zu verringern.

Handelsregister

Handelsregister ist das amtliche Verzeichnis der Kaufleute eines Amtsgerichtsbezirks. Das Handelsregister informiert die Öffentlichkeit über grundlegende Rechtsverhältnisse der Unternehmen. Jeder hat ein Recht auf Einsichtnahme.

Hausbank

Die Hausbank ist die Bank, mit der ein Kunde den überwiegenden Teil seiner Bankgeschäfte abwickelt. Die Hausbankfunktion entsteht erst durch ein langjähriges Vertrauensverhältnis zwischen Bank und Kunden, aus dem die Beteiligten sich einander verpflichtet fühlen.

Hausbankverfahren/-prinzip

Im sogenannten Hausbankverfahren werden die Fördergelder über die mit der IB SH zusammenarbeitenden Hausbanken vergeben. Die IB SH arbeitet mit allen Kreditinstituten zusammen. Die Hausbank nimmt die Förderanträge entgegen und leitet sie an die IB SH weiter.

Hypothek

Die Hypothek ist ein Grundpfandrecht, durch das eine Geldforderung gesichert wird. Im Gegensatz zur Grundschuld (= Sicherungsgrundschuld), die isoliert bestehen kann, setzt die Hypothek immer den Bestand einer Forderung voraus.

I

Illiquidität

Illiquidität ist der Mangel an flüssigen, das heißt kurzfristig in Geld oder Barguthaben verfügbaren oder umsetzbaren finanziellen Mitteln.

Insolvenz

Als Insolvenz bezeichnet man das Unvermögen eines Unternehmens oder einer Privatperson, finanzielle Verbindlichkeiten dauerhaft erfüllen zu können. Gründe für eine Insolvenz sind die Zahlungsunfähigkeit oder die Überschuldung.

Investition

Unter dem Begriff Investition versteht man die Anlage finanzieller Mittel in Sach-, Finanz- oder sonstiges Vermögen, das nicht für den kurzfristigen Verbrauch bestimmt ist. Es soll längerfristig, zukunftsorientiert dazu dienen, Nutzen (z.B. Einnahmen, Gewinne) zu stiften. Es wird unterschieden zwischen

- Anlageinvestitionen (Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude)

- Vorratsinvestitionen (Bestände an Rohstoffen oder Waren)

- Ersatzinvestitionen (für aufgebrauchte oder abgenutzte Maschinen etc.)

- Erweiterungsinvestitionen (für zusätzliche Maschinen etc.).

Investitionsfinanzierung ist folglich die langfristige Finanzierung von Sachanlagevermögen.

Investitionsart

Für die Einteilung der Investitionsarten gibt es verschiedene Kriterien. Nach der Art der Verwendung können Sachinvestitionen (z.B. Betriebsmittel), Finanzinvestitionen (z.B. Beteiligungen) und immaterielle Investitionen (z.B. Werbung) unterschieden werden. Nach dem Zeitablauf kann zwischen Gründungs- und Folgeinvestitionen differenziert werden. Nach dem Zweck lassen sich Ersatz-, Erweiterungs- und Rationalisierungsinvestitionen unterscheiden.

J

JAE (Jahresarbeitseinheiten)

Jahresarbeitseinheiten sind Bestimmungsgrößen für die Beschäftigungszahl bei der Beurteilung eines Unternehmens auf seinen Status als kleines oder mittleres Unternehmen.

Joint Ventures

Das Joint Venture bezeichnet im weiteren Sinne die vorübergehende oder längerfristige Zusammenarbeit von mehreren Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern; im engeren Sinne versteht man unter dem Begriff die Bildung von Gemeinschaftsunternehmen, an denen Partner aus mehreren Ländern oder Branchen beteiligt sind.

Jungunternehmerdarlehen

Der Begriff Jungunternehmerdarlehen ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Darlehen zur Existenzgründung oder Existenzfestigung, hat also nichts mit dem Alter des Unternehmers zu tun.

K

Kapitalmarkt

Am Kapitalmarkt werden langfristige Fremdmittel und Beteiligungskapital gehandelt. So unterteilt man den Kapitalmarkt üblicherweise in den Rentenmarkt (Markt für langfristige Kredite) und den Aktienmarkt (Markt für Beteiligungskapital). Über den Kapitalmarkt fließt den privaten Unternehmen und den öffentlichen Haushalten ein bedeutender Teil an Kapital zur Finanzierung ihrer Investitionen und sonstigen Ausgaben zu.

KfW Bankengruppe

Die KfW ("Kreditanstalt für Wiederaufbau") ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Die Aufgabe der KfW besteht in der Umsetzung von öffentlichen Aufträgen, wie die Förderung von Mittelstand und Existenzgründern, die Gewährung von Investitionskrediten an kleine und mittlere Unternehmen, die Finanzierung von Infrastrukturvorhaben sowie Wohnungsbau und die Finanzierung von Energiespartechniken. Weitere Handlungsfelder sind Bildungskredite, Export- und Projektfinanzierung sowie der Bereich Entwicklungszusammenarbeit.

Kleinbeihilfen

Kleinbeihilfen sind Förderungen, die die EU-Kommission während der Finanzmarktkrise befristet bis zum 31.12.2010 auf der Grundlage der "Bundesregelung Kleinbeihilfen" für Deutschland genehmigt hat.

KMU (Kleine und mittlere Unternehmen)

Aus Sicht der Europäischen Union (EU) nehmen KMU eine entscheidende Rolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen ein und gelten generell als Faktor sozialer Stabilität und wirtschaftlicher Dynamik. Die EU zählt zu KMU die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Angehörige freier Berufe, die überwiegend für die gewerbliche Wirtschaft tätig sind, die weniger als 250 Personen beschäftigen und bei denen entweder der Jahresumsatz höchstens 50 Mio. EUR erreicht oder aber die Bilanzsumme höchstens 43 Mio. EUR beträgt.

Kofinanzierung

Unter Kofinanzierung versteht man die Aufbringung von Finanzmitteln aus mindestens zwei Quellen.

Im Rahmen von Förderprogrammen wird oftmals verlangt, dass sowohl nationale (Bundes- oder Landesmittel) als auch EU-Mittel zur Finanzierung eines Vorhabens eingesetzt werden.

Kredit

Ein Kredit ist die zeitweise Überlassung von Geldmitteln gegen Entgelt (Zinsen).

Kreditablösung

Unter einer Kreditablösung versteht man die Umschuldung eines oder mehrerer bestehender Kredite durch einen neuen Kredit.

Kreditarten

Im allgemeinen Wirtschaftsleben unterscheidet man Kreditarten nach verschiedenen Kriterien. Generell kann man sie wie folgt einteilen:

- nach der Laufzeit: kurzfristige Kredite, mittelfristige Kredite und langfristige Kredite

- nach der Besicherung: ungesicherte Kredite und gesicherte Kredite

- nach der Höhe: Privatdarlehen, Großkredit und Millionenkredit

- nach der Bereitstellungsart: Barkredit und Kreditleihe

- nach der Verwendung: Konsumkredit und Produktivkredit

- nach dem Kreditgeber: Bankkredit, Arbeitgeberdarlehen, Verwandtendarlehen und Staatskredit

Kreditauftrag

Ein Kreditauftrag ist die Beauftragung eines anderen (Auftragnehmer), im eigenen Namen und auf eigene Rechnung einem Dritten ein Darlehen zu gewähren. Der Auftraggeber haftet dem Auftragnehmer für die aus dem Darlehen entstehenden Verbindlichkeiten des Dritten als Bürge.

Kreditbetrug

Der Kreditbetrug ist in § 265b des Strafgesetzbuches (StGB) geregelt. Es handelt sich hierbei um ein strafrechtliches Vergehen. Tathandlung ist die Angabe falscher Informationen im Kreditantrag.

Kreditfähigkeit

Kreditfähigkeit ist die Fähigkeit, rechtswirksam Kreditverträge abzuschließen. Alle natürlichen Personen, die unbeschränkt geschäftsfähig sind, sind auch kreditfähig.

Juristische Personen sind kreditfähig, wenn sie bei Abschluss des Kreditvertrages wirksam vertreten werden.

Kreditlinie

Die Kreditlinie, auch Kreditlimit genannt, ist die Höchstgrenze eines Kreditspielraumes, der zwischen dem Kreditgeber und dem Kreditnehmer vereinbart worden ist. Die offene oder noch nicht ausgeschöpfte Kreditlinie ergibt sich aus der Differenz zwischen dem eingeräumten Höchstbetrag und der in Anspruch genommenen Kreditsumme.

Kreditsicherheiten

Der Kreditgeber verlangt i. d. R. aus kreditwirtschaftlichen Gründen vom Kreditnehmer (Kredit-)Sicherheiten. Diese müssen der Kreditsumme angemessen sein, dürfen also nicht zu einer Übersicherung des Kreditgebers führen. Falls der Kreditnehmer den Kredit nicht zurückzahlen kann, hat der Kreditgeber ein Verwertungsrecht an diesen Sicherheiten. Es gibt zwei verschiedene Arten von Sicherheiten:

- Personalsicherheiten werden von Dritten geliefert (z.B. Bürgschaften); diese Personen haften dann mit ihrem Vermögen

- Sachsicherheiten (Grundpfandrechte, Sicherungsübereignungen etc.)

Kreditvermittlung

Die Vermittlung eines Kreditgeschäfts zwischen Kreditgeber und -nehmer durch einen Dritten nennt man Kreditvermittlung. Sie kann durch Banken erfolgen, aber auch durch selbständige Kreditvermittler.

Kreditwürdigkeit

Die Kreditwürdigkeit ist ein Bewertungskriterium für die Kreditgewährung. Es werden bestimmte Anforderungen an die persönliche Zuverlässigkeit und die wirtschaftliche Lage des möglichen Kreditnehmers gestellt (siehe: Bonität). Die Kreditwürdigkeit ist zu unterscheiden von der Kreditfähigkeit, setzt diese aber voraus.

L

Landwirtschaftliche Rentenbank (LR)

Die Landwirtschaftliche Rentenbank (LR) wurde im Jahr 1949 per Gesetz als zentrales Refinanzierungsinstitut für die Landwirtschaft und die Ernährungswirtschaft mit Sitz in Frankfurt am Main errichtet. Die Förderangebote der LR richten sich sowohl an Produktionsbetriebe der Land- und Forstwirtschaft, des Wein- und Gartenbaus als auch an Hersteller landwirtschaftlicher Produktionsmittel sowie Handels- und Dienstleistungsunternehmen, die mit der Landwirtschaft in enger Verbindung stehen.

Laufzeit

Die Laufzeit bezeichnet die Zeitspanne von der Auszahlung bis zur Rückzahlung eines Kredits.

Leasing

Leasing ist eine Sonderform der Finanzierung, bei der das Leasingobjekt vom Leasinggeber beschafft und dem Leasingnehmer gegen Zahlung eines vereinbarten Entgeltes zur Nutzung überlassen wird.

Der Leasingnehmer wird Besitzer, der Leasinggeber bleibt Eigentümer des Leasingobjektes.

Leistungsrate

Die Leistungsrate setzt sich grundsätzlich aus Zins- und Tilgungsbetrag und gegebenenfalls zusätzlichen Verwaltungskosten, die im Darlehensvertrag vereinbart sind, zusammen. Die Leistungsrate ist zu dem vereinbarten Fälligkeitstermin zu erbringen.

Liquidität

Liquidität bezeichnet zum einen die Fähigkeit eines Unternehmens oder einer Bank, den Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können; zum anderen versteht man darunter die "Geldnähe" von Vermögensobjekten. Die Liquidität eines Vermögensobjekts ist umso größer, je leichter und schneller dieses ohne Verlust in Bargeld verwandelt werden kann.

Liquiditätsplan

Der Liquiditätsplan ist eine wichtige Ergänzung zum Businessplan. Ein detaillierter Liquiditätsplan ermöglicht es, Ausgaben so zu steuern bzw. Zahlungstermine so zu vereinbaren, dass möglichst kein zusätzliches Fremdkapital eingesetzt werden muss. In ihm zeigt sich, ob das Unternehmen bei der Realisierung einer Investition zahlungsfähig bleibt. Mittels einer Liquiditätsrechnung, die mindestens drei Monate umfassen sollte, wird die Liquidität systematisch geplant und überwacht. Die Einnahmen werden den voraussichtlichen Ausgaben gegenüber gestellt. Aus Gründen der Vorsicht werden dabei Einnahmeposten eher "nach unten", Ausgabeposten eher "nach oben" angesetzt. Aus der Differenz ergibt sich der monatliche Überschuss (Überdeckung), womöglich auch ein Fehlbetrag (Unterdeckung).

M

MaRisk

MaRisk steht als Abkürzung für "Mindestanforderungen an das Risikomanagement". Sie sind verbindliche Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für die Ausgestaltung des Risikomanagements in deutschen Kreditinstituten. Ihre Einhaltung wird vom Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung begutachtet.

N

Nachschüssige Zahlungsweise

Nachschüssige Zahlungsweise bedeutet, dass die Zinsen nachträglich, also für einen zurückliegenden Zeitraum, erhoben werden.

Negativerklärung

Die so genannte Negativerklärung ist eine Erklärung des Kreditnehmers gegenüber der Bank, während der Inanspruchnahme des Bankkredits seinen Grundbesitz nicht zu veräußern oder zu belasten oder Dritten Sicherheiten zu gewähren.

Nominalkapital

Beim Nominalkapital handelt es sich um den Nennbetrag des Darlehens, auf den auch die Zinsen berechnet werden.

Nominalzins

Die auf den Nennwert bzw. Nennbetrag eines Kapitals (z. B. Darlehen) bezogene Verzinsung wird als Nominalzins bezeichnet.

O

Offene Beteiligung

Bei der offenen Beteiligung (der direkten Beteiligung) erwirbt ein Kapitalgeber Geschäftsanteile an einem Unternehmen. Der Kapitalgeber erhält Informations-, Stimm- und Entscheidungsrechte und profitiert von Vermögenszuwächsen des Unternehmens (siehe auch stille Beteiligung).

Öffentlich Private Partnerschaften (ÖPP)

Auf Englisch: PPP für Public Private Partnership.

Bei diesem Organisationsmodell arbeiten öffentliche Hand und private Investoren beim Bau und Betrieb öffentlicher Infrastruktur langfristig zusammen. Auch die Finanzierung eines Vorhabens kann im Wege einer ÖPP erfolgen.

Öffentliche Hand

Öffentliche Hand ist ein Sammelbegriff für die öffentliche Verwaltung, insbesondere im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Unternehmer. Neben dem Bund gehören zur öffentlichen Hand die Bundesländer, die Gemeinden und Gemeindeverbände (Kreise).

P

Pauschalwertberichtigung

Eine Wertberichtigung ist eine Position auf der Passivseite der Bilanz, in der mögliche Ausfälle von Kundenforderungen erfasst werden. Der wahrscheinliche Forderungsausfall wird kalkulatorisch angerechnet, sodass der Aufwand steigt und der mögliche Gewinn kleiner wird.

Bei der Pauschalwertberichtigung wird das Forderungsportfolio nach statistischen Gruppierungen, bspw. nach Branchen, Berufen oder konjunkturellen Risiken, betrachtet. Die Wertberichtigung erfolgt dann in Prozent pauschal auf den jeweiligen Forderungsbestand. Im Unterschied hierzu werden Einzelwertberichtigungen dann vorgenommen, wenn Forderungsausfälle einzelner Kunden auftreten.

Pfandrecht

Das Pfandrecht ist ein Sicherungsrecht, das einem Gläubiger an bestimmten Vermögensgegenständen zur Sicherung seiner Forderung ein vorrangiges Befriedigungsrecht einräumt. Bei nicht rechtzeitiger Erfüllung der Forderung kann der Gläubiger die verpfändeten Gegenstände zur Befriedigung seiner Ansprüche verwerten.

R

Ratenkredit

Einen Kredit, der in gleichbleibenden Raten zurückgezahlt wird, nennt man Ratenkredit (= Konsumentenkredit).

Referenzzinssatz

Der Referenzzinssatz ist ein repräsentativer Zinssatz (etwa Euribor oder Libor), der Basis für die Höhe des zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer zu vereinbarenden Zinssatzes sein kann. Veränderungen des Referenzzinssatzes führen somit grundsätzlich auch zu Änderungen der Höhe des vertraglich geschuldeten Zinssatzes.

Refinanzierung

Unter Refinanzierung versteht man die Beschaffung liquider Mittel (kurzfristig zur Verfügung stehende Geldmittel) durch Kreditinstitute zur Finanzierung ihrer Kreditgeschäfte.

Refinanzierungsgarantie

Das Land Schleswig-Holstein haftet nach dem Investitionsbankgesetz für von der IB SH aufgenommene Kredite. Dies stellt eine umfassende Refinanzierungsgarantie des Landes dar. Die IB SH kann sich aufgrund dieser Garantie bei anderen Kreditinstituten günstige Finanzierungsmittel verschaffen, weil diese Institute diese Mittel nicht mit Eigenkapital unterlegen müssen.

Rentabilität

Unter der Rentabilität versteht man das Verhältnis des Gewinns zum Eigenkapital, Gesamtkapital oder Umsatz. Der Gewinn ist das Hauptziel jeder unternehmerischen Tätigkeit; die absolute Höhe des Jahresgewinns allein ist jedoch ohne Aussagekraft. Setzt man allerdings den Gewinn zum durchschnittlich eingesetzten Kapital oder zum Umsatz in Beziehung, erfährt man, ob und in wie weit sich der Einsatz des Kapitals gelohnt hat. Die Rentabilität ist folglich ein wichtiger Maßstab zur Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens.

Restschuld

Die Restschuld ist der noch nicht zurückgezahlte Teil eines Darlehens zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Restschuldbefreiung

Als Restschuldbefreiung bezeichnet man die Möglichkeit des Restschuldenerlasses für einen Insolvenzschuldner nach Abschluss des gerichtlichen Insolvenzverfahrens. Bedingung ist, dass der Schuldner in einer so genannten Wohlverhaltensphase seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommt und keine weiteren Gründe für eine Ablehnung der Restschuldbefreiung vorliegen.

Risikogerechtes Zinssystem

Beim Risikogerechten Zinssystem – ein solches wird insbesondere von der KfW angewandt - orientiert sich die Höhe des Kreditzinses am Ausfallrisiko der Bank. Dabei gilt der Grundsatz: Je besser die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers (Bonität) und je werthaltiger die gestellten Sicherheiten, desto niedriger ist der Zinssatz.

Risikokapital

Das so genannte Risikokapital ist Kapital zur Finanzierung neuartiger, riskanter und zugleich zukunftsträchtiger und chancenreicher Projekte oder Technologien.

Es wird auch als Venture-Capital oder Wagniskapital bezeichnet.

S

Sachvermögen

Das Sachvermögen ist das Vermögen, das weder aus Geld besteht, noch ein Finanzierungsinstrument darstellt. Als Beispiel für Sachvermögen sind Immobilien oder persönliches Eigentum zu nennen.

SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung)

Die von Banken, Sparkassen und dem Handel getragene SCHUFA hat die Aufgabe, diese vor Kreditverlusten und die Verbraucher vor Überschuldung zu schützen. Zu diesem Zweck sammelt die SCHUFA Informationen und beantwortet Anfragen zur Kreditwürdigkeit von natürlichen Personen.

Schuldner

Derjenige, der gegenüber einem Gläubiger zur Erbringung einer bestimmten Leistung verpflicht ist, wird als Schuldner bezeichnet. Der Schuldner steht in einem Schuldverhältnis zu dem Gläubiger, beispielsweise als Kreditnehmer. Aufgrund dieses Verhältnisses ist der Schuldner verpflichtet, dem Gläubiger eine Gegenleistung (z. B. Kreditrückzahlung, Zinsen) zu erbringen.

Seed-Finanzierung

Starthilfen für besonders innovative Existenzgründungen, kurz vor oder nach unmittelbarem Beginn der Gründungsphase, tragen den Namen Seed-Finanzierung (von englisch Seed = Saat).

Selbstauskunft

Die Selbstauskunft ist eine formularmäßige Abfrage der persönlichen Daten von Kunden im Zusammenhang mit der Beantragung eines Kredites. Die Selbstauskunft dient dem Kreditgeber (Gläubiger) dazu, Auskunft über die Vermögensverhältnisse eines Kreditnehmers (Schuldner) zu erhalten.

Sollzinsen

Sollzinsen sind die Zinsen, die von Kreditinstituten für gewährte Kredite (z.B. Baudarlehen) berechnet werden.

Soziale Wohnraumförderung

Aufgabe der Sozialen Wohnraumförderung ist die Unterstützung von Haushalten, die sich am Markt nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können, bei der Versorgung mit Mietwohnraum oder mit selbst genutztem Wohneigentum. Ferner sind Aufgabe der Sozialen Wohnraumförderung auch die Wohnumfeldförderung und die Quartiersförderung.

Die Förderung erfolgt i. d. R. durch Gewährung von Zuschüssen oder zinsvergünstigten Darlehen. Bei der Förderung von Mietwohnraum hat der Zuwendungsempfänger Belegungs- und Mietbindungen zu beachten: So sind die geförderten Wohnungen ausschließlich an Personen, die Zielgruppe der Sozialen Wohnraumförderung sind, zu vermieten. Die Zugehörigkeit zu dieser Zielgruppe ist durch die Vorlage eines Wohnberechtigungsscheines nachzuweisen.

Stille Beteiligung/Gesellschaft

Unter einer stillen Gesellschaft versteht man im Unterschied zur offenen Beteiligung die nach außen nicht sichtbare (auch nicht im Handelsregister eingetragene) Beteiligung eines Gesellschafters als Kapitalgeber an einem Unternehmen. Die Einlage des stillen Gesellschafters geht in das Vermögen des Unternehmen über (sie wird Eigenkapital). Der stille Gesellschafter haftet nur mit seiner Einlage und ist nicht geschäftsführend tätig.

Subventionsbetrug

Einen Subventionsbetrug (§ 264 StGB) begeht, wer über subventionserhebliche Tatsachen gegenüber dem Subventionsgeber falsche Angaben macht, Gegenstände oder Geldleistungen entgegen einer subventionserheblichen Beschränkung verwendet oder im Subventionsverfahren falsche Bescheinigungen gebraucht.

T

Tätige Beteiligung

Die tätige Beteiligung ist eine Existenzgründung durch Erwerb eines mindestens 10%igen Gesellschaftsanteils bei gleichzeitiger Übernahme der Geschäftsführung.

Tilgung

Tilgung ist die Rückzahlung einer Geld- bzw. Kapitalschuld. Dies kann in gleichen Raten, unterschiedlichen Raten oder in einem Betrag erfolgen (jeweils inkl. Zinsen).

Tilgungsdarlehen

Ein Tilgungsdarlehen wird entweder von Anfang an oder ab einem bestimmten Zeitraum bis zum Ende der Laufzeit nicht nur verzinst, sondern auch getilgt, d.h. zurückgezahlt. Zwischen Darlehensgeber und Darlehensnehmer wird über eine bestimmte feste Laufzeit eine gleich bleibende (lineare) Tilgungsleistung vereinbart. Der vom Darlehensnehmer aufzubringende Betrag setzt sich folglich aus der linearen Rate (Tilgungsleistung), sowie den jeweils auf die Restschuld errechneten Zinsen zusammen.

Tilgungssatz

Der Tilgungssatz ist der Prozentsatz, mit dem ein Kredit zurückgezahlt wird.

Tilgungsverrechnung

Die Angabe zur Tilgungsverrechnung gibt Auskunft darüber, wann vom Kunden eingehende Tilgungsleistungen mit der Darlehensrestschuld verrechnet werden. In der Bankpraxis hat sich die taggenaue Verrechnung (Tag des Zahlungseinganges) durchgesetzt.

Turn-around-Finanzierung

Die so genannte Turn-around-Finanzierung beschreibt die Bereitstellung von Finanzierungsmitteln zur Sanierung von Unternehmen, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden.

Übersicherung

Deutliches Übermaß des Wertes von gestellten Kreditsicherheiten gegenüber dem zu sichernden Risiko.

U

Ultimo

Der letzte Tag eines Zeitabschnitts zum Beispiel der 30. oder 31. eines Monats wird als Ultimo bezeichnet.

Umlaufvermögen

Vermögensteile eines Unternehmens, die "umlaufen" (d.h. umgesetzt, verbraucht oder veräußert werden) und nur kurzfristig im Unternehmen verbleiben, nennt man Umlaufvermögen. Zum Umlaufvermögen gehören zum Beispiel Kassenbestände, Forderungen und Vorräte.

Umschuldung

Der Begriff Umschuldung bezeichnet die Ersetzung eines oder mehrerer Kredite durch einen anderen.

Unternehmen

Ein Unternehmen ist eine rechtlich, wirtschaftlich und finanziell selbständige Wirtschaftseinheit.

V

Valuta

Die Valuta (Wertstellung) ist der Zeitpunkt des Geld-(Liquiditäts-)Zuflusses bei Zahlungseingängen auf dem Konto bzw. der Zeitpunkt des Geld-(Liquiditäts-)Abflusses bei Zahlungsausgängen zulasten des Kontos. Am Wertstellungstag beginnt auch die Zinsberechnung.

Veräußerung

Die Veräußerung ist im weiteren Sinne die Übertragung des Eigentums an einer Sache oder die Übertragung von Forderungen (siehe auch Verwertung).

Verbindlichkeit

Als Verbindlichkeit bezeichnet man die Verpflichtung eines Schuldners, aufgrund eines Rechtsgeschäfts, gesetzlicher Vorschriften oder eines Gerichtsurteils an den jeweiligen Gläubiger eine Leistung zu erbringen.

Verschuldungsgrad

Der Verschuldungsgrad ist das Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital in einem Unternehmen. Er gibt Auskunft über den Umfang der Verschuldung und damit des Risikos der Bank bei einer eventuellen Kreditvergabe.

Verwendungsnachweis

Der Verwendungsnachweis beinhaltet Unterlagen und Belege, aus denen die zweckgemäße Verwendung der Zuwendung hervorgeht. Die Einzelheiten richten sich nach den Bestimmungen des jeweiligen Förderprogramms, dem Zuwendungsbescheid und dem jeweiligen Verwendungsnachweisformular.

Verwertung

Die Verwertung ist die Veräußerung von Sicherheiten durch die Bank mit dem Ziel, mit Hilfe des Erlöses den Kredit zu tilgen.

Verzugszinsen

Die Zinsen, die der Schuldner einer Geldleistung entrichten muss, wenn er der Verpflichtung zur Zahlung schuldhaft nicht rechtzeitig nachkommt, nennt man Verzugszinsen.

Vollexistenz

Existenzgründungsvorhaben können in der Regel aus den öffentlichen Darlehensprogrammen nur dann mitfinanziert werden, wenn diese für den Darlehensnehmer die Grundlage für eine Vollexistenz bieten. Eine Vollexistenz ist dann gegeben, wenn allein aus der selbständigen Tätigkeit heraus die reguläre Kostenbelastung, die Tilgung und die Zinsen sowie die Kosten für private Lebensführung auf Dauer getragen werden können. Die Tätigkeit muss außerdem hauptberuflich und auf Dauer ausgeführt werden.

Vollfinanzierung

Von einer Vollfinanzierung spricht man dann, wenn Kosten zu 100% fremdfinanziert werden.

Vorfälligkeitsentschädigung

Die Vorfälligkeitsentschädigung ist ein Entgelt, das die Bank von einem Kreditnehmer bei Darlehensrückzahlung vor dem vereinbarten Fälligkeitsdatum verlangt, sofern sie bei der Wiederanlage des zurückerhaltenen Betrages einen geringeren Zins als den vertraglich vereinbarten erzielt.

Z

Zahlungsunfähigkeit

Die Zahlungsunfähigkeit ist ein Insolvenzgrund, sprich das Unvermögen, die eigenen finanziellen Verpflichtungen dauerhaft erfüllen zu können.

Zedent

Bei der Abtretung (Zession) wird der bisherige Gläubiger als Zedent bezeichnet.

Zessionar

Bei der Abtretung (Zession) wird der neue Gläubiger als Zessionar bezeichnet.

Zins

Der Zins stellt das Entgelt für die zeitweilige Überlassung von Geld oder Kapital dar.

Zinsanpassungsklausel

Durch Vereinbarung einer Zinsanpassungsklausel eröffnet sich die Bank die Möglichkeit, den (anfänglichen) Zinssatz eines Darlehens zu ändern.

Zinsbindungsfrist

Die Zinsbindungsfrist ist der Zeitraum, für den der im Kreditvertrag vereinbarte Zinssatz festgeschrieben ist (Festzinsdarlehen). Die Zinsbindungsfristen sind je nach Institutsgruppe und Refinanzierungsmöglichkeit unterschiedlich. Üblich sind Fristen von 5, 10 und 15 Jahren.

Zuschuss

Im Unterschied zum Kredit werden bei einem Zuschuss Fördermittel unter Verzicht auf die Rückzahlung gewährt. Die Zuschussgewährung ist i. d. R. mit bestimmten Verpflichtungen für den Zuwendungsempfänger verbunden. Im Falle eines Verstoßes gegen diese Verpflichtungen kann der Zuwendungsgeber den Zuschuss zurückfordern.

Zuwendungsbescheid

Durch den Zuwendungsbescheid werden Fördermittel an einen Zuwendungsempfänger gewährt. Die Zuwendung wird mit dem Bescheid an die Erfüllung bestimmter Förderzwecke gebunden. Werden diese nicht erfüllt, besteht ein Rückforderungsanspruch des Fördergebers.

Kontakt

IB.SH
Fleethörn 29-31
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Tel.: 0431 9905-0
Fax: 0431 9905-3383
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