Vor dem Hintergrund von PISA-Studien und Nachwuchssorgen der Wirtschaft ist man sich der Bedeutung von Bildung als eine in Deutschland unverzichtbare Ressource bewusst. In Schleswig-Holstein gibt es etwa 1.000 Schulen unterschiedlichster Gebäudetypen. Angefangen von den Schulen der Kaiserzeit, die als innerstädtische Repräsentationsbauten in handwerklicher Tradition erbaut wurden, bis hin zu den standardisierten
Schulen der 60er und 70er Jahre. Gerade letztere weisen heute erhebliche
energetische sowie bauliche Mängel auf. Sie müssen dringend weiterentwickelt werden, damit sie einerseits bauliche und energetische Standards erfüllen und andererseits auch das Lernverhalten optimal fördern
sowie einem modernen Schulalltag gerecht werden.
Die Ausstellung verdeutlicht an vorbildhaften Beispielen wie die Zukunft unserer Schulbauten aussehen kann. So wurde das 1973 erbaute Gymnasium Kronshagen in Kiel kürzlich für ca. 2,7 Mio. Euro unter Begleitung der IB umgebaut und saniert. Die Maßnahmen beinhalteten die Erneuerung der Fassade samt Fenstern, das Heizungssystem, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die sanitären Anlagen und die Beleuchtung.
Entstanden ist ein "Wohlfühl-Klima", das zum Lernen anregt. Experten schätzen, dass eine optimale Umgebung die Produktivität um bis zu 50 % steigert. Zudem rüttelt heute der Wind vergeblich an den Fenstern des Gymnasiums. Der Wärmeverbrauch konnte um 40 % und der Stromverbrauch um 45 % gesenkt werden.
Die Investitionsbank übernimmt die finanztechnische Abwicklung der von Land und Bund bereitgestellten Mittel zur Schulbaufinanzierung. Im Rahmen des Landesschulbauprogramms, des Konjunkturpakets 2 und des Kommunalen Investitionsfonds (KIF) bewilligt sie Mittel und betreut den weiteren fördertechnischen Verlauf. Außerdem berät die IB Kommunen und Schulträger über ergänzende Fördermöglichkeiten wie z.B. der KfW und stellt Kommunalkredite bereit. Die IB erstellt bedarfsgerechte Finanzierungskonzepte und darüber hinaus energetische Sanierungs- und Neubaukonzepte. So lassen sich finanzieller und technischer Aufwand genau planen. Auf Wunsch werden auch Ausschreibungsverfahren begleitet oder die Einbindung privater Partner im Rahmen von ÖPP geprüft.